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Gehen Sie diesen Betrügern nicht auf den Leim!

BENEFIT warnt Sie vor neuen Geldfallen

Sicherheitsschloss an EC-Karte

© weerapat1003 - fotolia

Wenn Sie Ihre Kontoauszüge durchsehen und dabei feststellen, dass Ihnen jemand 1 Cent überwiesen hat, sollten bei Ihnen alle Alarmglocken schrillen. Denn dahinter steckt nicht etwa ein Versehen oder ein unbekannter Wohltäter, sondern eine sehr effiziente Betrugsmasche.

Wer schenkt Ihnen 1 Cent?

Die Betrüger verschicken eine große Menge 1-Cent-Überweisungen. Die Kontonummern kennen sie natürlich nicht, daher kombinieren sie die Ziffernfolgen nach dem Zufallsprinzip. Erfolgt keine Fehlermeldung bzw. Rücküberweisung, bedeutet das: Das Konto existiert. Nun können die Gangster auf diese Konten zugreifen und Abbuchungen vornehmen! Das funktioniert deswegen, weil die Kreditinstitute nicht dazu verpflichtet sind, Abbuchungsberechtigungen vor einer Abbuchung zu überprüfen.

Was Sie tun müssen:

Wenn Sie eine 1-Cent-Überweisung erhalten haben, informieren Sie umgehend Ihr Kreditinstitut! Lassen Sie sich von der Bank die Kontodaten des Überweisers geben, und wenden Sie sich damit sofort an die Polizei.

Noch ein Tipp:

Falls auf Ihrem Kontoauszug neben der Überweisung eine Telefonnummer „für eventuelle Rückfragen“ angegeben ist: Nicht anrufen, denn unter dieser Rufnummer sollen Sie mit Sicherheit zusätzlich abkassiert werden!

Kleinanzeigen werden auch von Betrügern gelesen!

Nehmen wir einmal an, Sie bieten Ihr altes Handy für 60 Euro per Kleinanzeige zum Verkauf an. Ein Interessent meldet sich aus dem Ausland. Er will das Handy kaufen und natürlich auch die 40 Euro Versandkosten ins Ausland übernehmen. Am nächsten Tag kommt eine Zahlungsgarantie-E-Mail der ausländischen Bank: Sobald Sie dieser die Paketversandnummer mitteilen, werden die 100 Euro überwiesen, heißt es darin. Sie verschicken das Handy, übermitteln der Bank die entsprechende Nummer – und während Sie auf das Geld warten, bekommen Sie eine weitere E-Mail. Darin wird Ihnen mitgeteilt, dass die Bank ein Mindestüberweisungslimit von 500 Euro habe. Sie werden daher gebeten, weitere 400 Euro zu überweisen und bekämen dann 500 Euro zurück. Geht’s noch dreister?

So schützen Sie sich:

Dieser Trick wird gern von der so genannten Nigeria- Connection angewendet, die damit weltweit Geld abzockt. Ein „Mindestüberweisungslimit“ aus dem Ausland gibt es nicht. Verkaufen Sie möglichst nur gegen bar, bzw. versenden Sie die Ware erst dann, wenn das Geld unwiderruflich Ihrem Konto gutgeschrieben wurde. Verschicken Sie niemals Geld via Western Union.

Vermieten Sie eine Ferienwohnung? Auch dann passen Sie ins Beuteschema von Betrügern

Der Betrüger bekundet Interesse an der Ferienwohnung, indem er – meist in englischer Sprache – Kontakt zum Vermieter aufnimmt. Er bucht die Wohnung für drei Wochen und will dafür den vereinbarten Preis von 840 Euro an den Vermieter überweisen. Tatsächlich schickt er einen Verrechnungsscheck über 1.240 Euro. Kurz darauf kommt eine E-Mail, in der der Mieter sich für sein vermeintliches Missgeschick entschuldigt und höflich um Rücküberweisung der zu viel bezahlten 400 Euro bittet. Der Vermieter handelt wie gewünscht. Kurze Zeit später stellt sich heraus, dass der Scheck des vermeintlichen Interessenten nicht gedeckt war und der gutgläubige Vermieter nun seine 400 Euro in den Wind schreiben kann.

So schützen Sie sich:

Bekommen Sie einen Scheck, der auf eine überhöhte Summe ausgestellt ist, melden Sie sich beim Käufer. Teilen Sie ihm mit, dass Sie den Scheck zerreißen werden und er Ihnen einen neuen über die korrekte Summe zuschicken soll.

E-Mail vom Anwalt!

 

In der Betreffzeile steht das Wort „Klage“, in der E-Mail wird dem Empfänger vorgehalten, er habe „urheberrechtlich geschützte Werke aus dem Internet heruntergeladen und sich nachweislich strafbar gemacht“. Man habe zudem bei der Staatsanwaltschaft Essen Strafanzeige gestellt. Gleichzeitig wolle man aber Gnade vor Recht ergehen lassen und dem Missetäter eine letzte Chance geben. Gegen Zahlung von 100 Euro könne der Beschuldigte nämlich den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sowie Gerichtsterminen und Hausdurchsuchungen aus dem Weg gehen. Wie die strafbare Handlung begangen wurde und welche Rechte verletzt wurden, wird nicht erwähnt. Die Polizei schätzt, dass bisher ca. 20.000 solcher EMails verschickt wurden. Wenn nur jeder Zehnte darauf hereinfiel und gezahlt hat, freuen sich die Betrüger über 200.000 Euro. So schützen Sie sich: Eine solche Abmahnung kommt niemals als EMail, sondern via Briefpost. Zudem wird darin genau erklärt, was man Ihnen vorwirft. Absolut unrealistisch ist zudem der Hinweis, dass das Verfahren gegen Zahlung von 100 Euro eingestellt werden könne. 

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