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Gangster wollen an Ihr Geld: So schützen Sie sich!

Methoden und Rat

Mann am Telefon

© Ian Allenden - 123rf.com

Datenklau, Nötigung, Trickbetrug, astronomische Telefonrechnungen: Lassen Sie sich das nicht gefallen!

Geben Sie bitte Ihre Daten hier ein“

Wer privat krankenversichert ist, hat es mit kräftig steigenden Beiträgen zu tun. Das wissen auch Betrüger, die mit Spam-Mails versuchen, die Adressaten zum Wechsel in einen Vertrag bei einer anderen Kasse mit angeblich günstigeren Konditionen zu bewegen. Dazu muss allerdings ein umfangreicher Fragebogen ausgefüllt werden, in dem der Wechselwillige seine persönlichen Daten und Bankverbindungen zu offenbaren hat.

Mein Rat:

Es gibt gar keinen günstigeren Vertrag – das Ganze ist lediglich inszeniert und ausschließlich darauf ausgerichtet, Ihre persönlichen Daten einzusammeln, um später Schindluder damit zu treiben, etwa um sie weiterzuverkaufen, Geld von Ihrem Konto abzubuchen oder Ihnen ein Abo unterzujubeln. Ignorieren Sie solche E-Mails, und verbannen Sie sie in Ihren Spam-Ordner!

Kaffeefahrt: Wer nicht mitmacht, soll zahlen!

Kaffeefahrten, bei denen Ihnen Billigware zu überhöhten Preisen aufgedrängt werden soll, sind nicht auszurotten. Um auch notorische Verweigerer zur Mitfahrt zu bewegen, haben sich die Veranstalter einen ganz neuen Trick einfallen lassen: Zunächst flattert ein Brief ins Haus, in dem die Firma „Konrad Herzog & Partner Finanzdienstleistungen“ mit Postfach im niedersächsischen Ambühren mitteilt, dass man für den Adressaten der Einladung – also für Sie – ein Restguthaben von 1.000 Euro erstritten habe, was zur Auszahlung bereitläge. Dieser Betrag kann nur persönlich in der Zweigstelle einer Bank abgeholt werden, für kostenlose Hin- und Rückfahrt werde gesorgt. So weit, so bekannt. Jetzt kommt’s: Wer auf diese Einladung nicht reagiert, erhält kurz darauf ein Erinnerungsschreiben. Darin informiert der Veranstalter darüber, dass er zwei Plätze für Sie reserviert habe, wodurch ihm Vorlaufkosten von insgesamt 50 Euro entstanden seien. Bei Nichtantritt wäre er berechtigt, diese Kosten in Rechnung zu stellen.

Mein Rat:

Lassen Sie sich nicht nötigen! Plumpe Kostenforderungen dieser Art entbehren jeder rechtlichen Grundlage. Reagieren Sie nicht auf solche Lockvogelangebote! Niemand hat etwas zu verschenken, und einen Gewinn gibt’s ohnehin nicht!

„Trinken Sie lieber Weiß- oder Rotwein?“ …

… fragt die freundliche Dame am Telefon. Sie antworten wahrheitsgemäß, die Dame am anderen Ende der Leitung bedankt sich und verabschiedet sich. Wenig später klingelt es erneut. Dieselbe Dame ist am Apparat. Sie bedankt sich für Ihre Teilnahme an der „Meinungsumfrage“ und kündigt an, dass als kleines Dankeschön eine Zeitschrift auf dem Weg zu Ihnen sei. Diese dürfen Sie behalten. Sie können natürlich auch den beiliegenden Überweisungsschein über 87 Euro ausfüllen, wenn Sie sie weiterhin beziehen wollen. Das Magazin trifft ein, Sie beschlie- ßen jedoch, es nicht zu abonnieren. Nach einigen Tagen ruft Sie ein „Doktor Martin“ an – er und noch weitere Anrufer erwecken den Eindruck, im Auftrag des Amtsgerichts anzurufen: Wenn Sie nicht bezahlen, drohen die Anrufer, sei man verpflichtet, die Polizei zu informieren und Sie abholen zu lassen.

Mein Rat:

Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Das Amtsgericht ruft niemanden an, und die Polizei holt auch niemanden ab. Bei Anrufen dieser Art gibt es nur eins: auflegen!

Astronomische Rechnungen trotz Prepaid-Tarif!

Rund 55 % der deutschen Mobilfunk-Nutzer telefonieren mit einem Prepaid-Vertrag. Das bedeutet, das gewünschte Guthaben wird vorher aufgeladen und dann abtelefoniert. Ist das Guthaben aufgebraucht, kann man auch nicht mehr telefonieren (außer Notrufe), man muss erst wieder neu aufladen. Trotz Prepaid flattern Telefonkunden aber immer wieder Zahlungsaufforderungen in nicht selten vier- bis fünfstelliger Höhe ins Haus. Speziell Kunden der Simply Communication GmbH waren davon betroffen, sie sollten mal 3.500, mal über 14.000 Euro nachzahlen – wegen angeblich genutzter Internet-Dienste. Wie ist das möglich, wenn man einen Prepaid-Vertrag abgeschlossen hat, den man gar nicht „überziehen“ kann? Was die Betroffenen übersehen hatten: Bei der Online-Anmeldung zu ihrem Prepaid-Vertrag war eine Postpaid-Option („Webshop Wiederaufladung10“) bereits vom Anbieter mit einem Häkchen versehen, das bei der Anmeldung hätte entfernt werden müssen. Da dies nicht geschehen war, hatte der Handy-Kunde statt des gewünschten Prepaid-Vertrags einen solchen ohne monatliche Grundgebühr oder Mindestumsatz abgeschlossen, der aber beim Verbrauch des Guthabens immer wieder automatisch mit jeweils 10 Euro aufgeladen wurde – mit der Folge, dass der Nutzer ins Minus rutschen konnte, ohne es zu ahnen.

Mein Rat:

Lesen Sie die Vertragsbedingungen akribisch genau durch, und stellen Sie sicher, dass Sie wirklich einen Prepaid-Vertrag abschließen. Vorsicht, wenn von der Mogelpackung „Prepaidvertrag mit automatischer Aufladung“ die Rede ist: Hier drohen gewaltige Kostenfallen! Besser ist es, Sie verzichten bei solchen Unternehmen ganz auf eine Geschäftsbeziehung! Sind Sie bereits in die Falle getappt, schalten Sie die Internetfunktion an Ihrem Handy dauerhaft aus. 

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