Sie sind hier: Startseite » Sicherheit » Verbraucherfallen » 4 schlimme Fehler, die Sie bei einem Notfall unbedingt vermeiden sollten

4 schlimme Fehler, die Sie bei einem Notfall unbedingt vermeiden sollten

Sicherheit: Was bei einem medizinischen Notfall oft falsch gemacht wird

Notfall

Das lässt niemanden kalt: Ein medizinischer Notfall erfüllt uns mit Angst, Verwirrung und manchmal auch Panik!

Ganz gleich, ob man selbst betroffen ist, oder als Unbeteiligter Hilfe und Sicherheit leisten muss. Viele meinen, man könne sich nicht auf solche unvorhersehbare Gesundheitskrisen vorbereiten – wir möchten Ihnen zeigen, dass es durchaus möglich ist! Von Leslie Michelson, Chef eines Unternehmens, das Ärzte und Kliniken beim Management von Notfällen und der Koordination aller medizinischen und logistischen Versorgungsmaßnahmen berät, erfuhren wir, welche Fehler für die Sicherheit in den ersten 24 Stunden nach einem Notfall am häufigsten gemacht werden – und mit welchen einfachen Maßnahmen sie sich vermeiden lassen. 

Fehler Nr. 1: Der Notarzt wird nicht angerufen

In den ersten Minuten eines Notfalls herrscht oft Chaos und es fällt schwer, sich mit Sicherheit für die richtigen Maßnahmen zu entscheiden: Selbst erste Hilfe leisten? Den Patienten mit dem eigenen Fahrzeug ins Krankenhaus fahren? Den Notarzt anrufen?

Was Sie für die Sicherheit beachten sollten:

Kleinere Verletzungen an Händen, Armen, Füßen oder Beinen, die nur gering bluten, sind in der Regel weniger gefährlich als Blessuren an Kopf oder Rumpf.

Wenn keine sichtbare Verletzung zur entdecken ist, der Betroffene aber einen verstörten Eindruck macht oder gar das Bewusstsein verloren hat, kurzatmig ist, oder stark schwitzt und sich kalt anfühlt, muss der Notarzt gerufen werden. Ebenso dann, wenn er einen allergischen Schock oder einen Asthma-Anfall erlitten hat.

Ist der Patient hingegen stabil, spricht er verständlich und in zusammenhängenden Sätzen und zeigt keine der erwähnten Symptome, rufen Sie dessen Hausarzt an und schildern Sie die Situation. Er wird dann entscheiden, was zu tun ist. Wenn Sie den Arzt nicht erreichen können oder Sie unsicher sind, rufen Sie zur Sicherheit den Notarzt.

Wenn Sie jemandem helfen müssen, der 70 Jahre oder älter und chronisch erkrankt ist (z.B. an Diabetes oder MS) oder von dem Sie wissen, dass er an einer Herzschwäche oder Krebs leidet, sollten Sie zur Sicherheit ebenfalls den Notarzt anfordern.

Wichtig: Rufen Sie in Notsituationen immer den Notarzt (Telefon 112, regional auch 19222). Rufen Sie niemals den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder den Hausarzt an! Sie würden damit nur wertvolle Zeit verschwenden.

Fehler Nr. 2 Der Betroffene wird ins falsche Krankenhaus gebracht

Wenn ein Patient in ein Krankenhaus gebracht wird, das weder die Erfahrung noch die Ausrüstung besitzt, ihn adäquat und optimal in Sicherheit zu versorgen, kann es Dutzende von Telefonaten erfordern, bis eine geeignete Klinik gefunden ist. Dabei vergehen wertvolle Stunden, manchmal sogar Tage!

Da Sie im Ernstfall kaum darüber diskutieren wollen, welches Krankenhaus das für Sie am besten geeignetste sein könnte, sollten Sie zur Sicherheit vorbeugen: Erkundigen Sie sich bei Ihrem Hausarzt oder im Internet, welche Klinik in Ihrer Nähe ein interdisziplinäres Notaufnahmezentrum besitzt. Dort werden alle notwendigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen vorgehalten und bei Bedarf umgehend eingeleitet. Zudem ist das Zentrum ganzjährig rund um die Uhr aufnahmebereit. Im Ernstfall können Sie oder Ihr Begleiter den Fahrer des Rettungswagens bitten, Sie in dieses Notaufnahmezentrum zu bringen. Sollte dieser sich weigern, bitten Sie ihn, seine vorgesetzte Dienststelle anzurufen und um Erlaubnis zu fragen. In einem sehr dringenden Notfall, in dem es auf jede Minute ankommt, dürften Sie allerdings – auch in Ihrem eigenen Interesse - zur Erstversorgung im nächstgelegenen Krankenhaus zunächst am besten in Sicherheit aufgehoben sein.

Wenn Sie im Notaufnahmezentrum ankommen, sollten Sie zur Sicherheit den Namen bzw. die Telefonnummer Ihres Hausarztes (oder Facharztes) parat haben. So können die behandelnden Mediziner zeitnah Ihre medizinische Vorgeschichte hinterfragen.

Welche zwei weiteren Fehler Ihnen im Notfall keinesfalls unterlaufen dürfen, lesen Sie in der März-Ausgabe von BENEFIT.

Kostenlose Insider-Tipps per E-Mail

Bleiben Sie mit meinem kostenlosen E-Mail-Newsletter "Dr. Kowertz vertraulich" ab sofort auf dem Laufenden und schützen Sie Ihr Geld, Ihre Gesundheit und Ihre Freiheit vor fatalen Folgen!

Datenschutz