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Einbrecher im Haus! So verhalten Sie sich richtig

Was tun bei einem Einbruch?

Einbrecher im Haus

Unwahrscheinlich, dass es gerade Sie trifft, aber keineswegs ausgeschlossen: Jahr für Jahr wird hier zu Lande 180.000- mal eingebrochen, fast 500-mal täglich! Oft geschieht das sogar, wenn die Bewohner im Haus sind.

Besser also, Sie denken jetzt schon darüber nach, was in einer solchen Situation zu tun ist, dann können Sie sich im Falle eines Falles souveräner verhalten. BENEFIT hat die wichtigsten Ratschläge für Sie recherchiert:

  • Spielen Sie nicht den Helden! Einbrecher sind zwar erfahrungsgemäß meistens unbewaffnet, Sie müssen aber mit Panikreaktionen rechnen, wenn sie sich ertappt fühlen.
  • Wenn eben möglich: Versuchen Sie, unentdeckt zu flüchten und Hilfe zu holen bzw. die Polizei (Notruf 110) anzurufen. Das funktioniert im Übrigen von jedem Telefon, selbst von einem Handy, dessen Karte kein Guthaben mehr enthält. Geben Sie der Polizei folgende Informationen durch:
  1. Ihren Namen, Ort und Straße, Hausnummer und Stockwerk, in dem Sie sich befinden.
  2. Wenn Sie es wissen: Wo befinden sich die Einbrecher? Wie viele
    sind es?

Legen Sie anschließend nicht auf, damit die Polizei mithören kann, was weiter passiert.

  • Wenn Sie nicht verschwinden können: Verhalten Sie sich mucksmäuschenstill und lauschen Sie, was in Ihrer Wohnung vor sich geht. Können Sie heraushören, wie viele Eindringlinge es sind? Sprechen sie miteinander? In welcher Sprache, in welchem Dialekt? Durchsuchen sie systematisch alle Zimmer? Kommen sie näher?

Mein Tipp: Versuchen Sie, an einen sicheren Ort in Ihrem Haus bzw. Ihrer Wohnung zu gelangen. Das kann ein WC, ein Abstellraum, eine Besenkammer oder ein Wandschrank sein. Hauptsache, der Raum hat eine robuste Tür, die Sie von innen verriegeln können. Wenn die Einbrecher Ihren Rückzugsraum entdeckt haben und an der Tür rütteln, rufen Sie laut: „Ich habe soeben die Polizei angerufen, sie ist bereits unterwegs.“ Meist suchen Einbrecher dann ihr Heil in der Flucht.

  • Wenn Sie eine Waffe im Haus haben – lassen Sie sie dort, wo sie ist. Die Gefahr einer Gewalt-Eskalation ist zu groß. Auch Pfefferspray ist keine gute Idee: In geschlossenen Räumen werden Sie ebenso darunter leiden. Es bewirkt einen 45 Minuten anhaltenden Hustenreiz mit Erstickungsgefühl, Brechreiz und Augenbrennen.

Gefährliche Situation: Eindringlinge besetzen Ihre Wohnung!

Eine Situation wie im Alptraum: Es klingelt an der Tür, Sie schauen nach – und zwei oder drei Eindringlinge stürmen sofort in Ihre Wohnung, halten Sie mit einer Waffe in Schach. Diese gewaltbereiten Verbrecher haben es weniger auf Ihren Kunstdruck oder Ihr Tafelsilber als vielmehr auf die PINNummern Ihrer Geld- und Kreditkarten, Ihren Autoschlüssel samt Papiere oder die Kombination Ihres Safes abgesehen.

Während einer Sie weiterhin mit einer Waffe bedroht, räumt ein anderer den Tresor aus bzw. am nächsten Geldautomaten Ihre Konten ab. Eine sehr gefährliche Situation, aus der Sie nur heil herauskommen, wenn Sie ohne zu zögern den Anweisungen der Gangster folgen und deren Forderungen bedingungslos entgegenkommen.

Nachher

  • Fassen Sie nach Möglichkeit nichts an, damit später Spuren gesichert werden können.
  • Erstatten Sie sofort Anzeige gegen unbekannt. Anderenfalls zahlt die Versicherung nicht. Benachrichtigen Sie Ihre Versicherung schnellstmöglich, spätestens innerhalb von drei Tagen.
  • Fertigen Sie zur eigenen Absicherung Fotos von dem Schaden an. Von wertvollen Gegenständen sollten Sie zuvor bereits Fotos gemacht haben. Polizei und Versicherung benötigen ein vollständiges Verzeichnis aller entwendeten oder zerstörten Gegenstände (so genannte Stehlgutliste). Lassen Sie Kreditkarten, Konten und Handys unverzüglich sperren.

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