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Illegale Abbuchungen von Ihrem Konto!

Diebstahl: Bei Abbuchungen Geld zurückholen

Illegale Abbuchungen von Ihrem Konto

Illegale Abbuchungen von Ihrem Konto

Im August hatte ein ehemaliger Callcenter-Mitarbeiter zugegeben, über durch Diebstahl Adressen mitsamt den Bankdaten von 1,5 Millionen Bundesbürgern zu verfügen, mit denen er Abbuchungen vom Konto tätigen könnte

Ein besonders spektakulärer Fall von Daten-Diebstahl, aber weder ungewöhnlich noch neu. Bereits im Jahr 2005 tätigten beispielsweise verschiedene Glücksspielfirmen Abbuchungen von mal 39, mal 71 € von Bankkonten in ganz Deutschland. Die Geschädigten der Abbuchungen sind vor Jahren mal Kunden der Tippsystem-Anbieter gewesen und wurden ohne deren Wissen und ohne Gegenleistung erneut vom Konto abkassiert. Andere Betrüger kassieren tätigten sogar Diebstahl, ohne jemals eine Geschäftsbeziehung mit ihren Opfern gehabt zu haben: Sie besorgen sich deren Anschriften und Informationen über das Konto aus Briefköpfen oder Internet-Homepages und tätigten immer mal wieder Abbuchungen vom Konto von 40 oder 60 €.

Die Beträge der Abbuchungen sind absichtlich relativ niedrig, so fallen sie bei der Kontrolle der Auszüge vom Konto nicht jedem auf. So fühlen sich viele Geschädigte weiterhin in Sicherheit. Merkt der Kontoinhaber die ungerechtfertigte Abbuchung und wendet er sich an den Täter des Diebstahls, hält dieser ihn zunächst mit Ausreden für die Abbuchungen hin. Damit will er die Frist aussitzen, in der das Geld noch auf das Konto zurückgebucht werden kann. Zudem ist die Gefahr, dass der Geschädigte des Diebstahls die relativ kleinen Abbuchungen von Geldsummen vor Gericht einklagt, doch recht gering. Deshalb sollten Sie in einem solchen Fall von Diebstahl andere Maßnahmen ergreifen. BENEFIT sagt Ihnen, welche.

Wieso ist mein Konto nicht besser geschützt und scheinbar für jeden mit ein wenig krimineller Energie frei zugänglich für Abbuchungen?

Es liegt am System. Unternehmen, die sich einmalig über ihre Hausbank beim so genannten Einzugsermächtigungsverfahren für Abbuchungen angemeldet haben, können von nun an ohne weiteren Nachweis Abbuchungen von Ihrem Konto tätigen. Die Bank bzw. Sparkasse ist nicht verpflichtet, die Berechtigung für eine Abbuchung in jedem Einzelfall zu prüfen, ebenso findet kein Namensabgleich mehr statt, es genügt die Angabe der Kontonummer, von der die Abbuchung getätigt werden soll und schon wechselt das Geld das Konto und den Besitzer.

Die Unternehmen, die an diesem Lastschriftverfahren teilnehmen, verpflichten sich zwar, das System nicht durch illegale Abbuchungen zu missbrauchen und nur berechtigte Lastschriften einzureichen. Zudem können sie bei wiederholten Verstößen vom Lastschriftverfahren vom Konto ausgeschlossen werden, was allerdings selten vorkommt. Diese Sanktionen schrecken Betrüger aber scheinbar nicht genügend ab. Sie als Kontoinhaber müssen daher selbst wachsam über Ihr Konto bleiben und aktiv werden, wenn Sie ungerechtfertigten Abbuchungen auf den Grund gehen wollen. Unsere Checkliste sagt Ihnen, wie Sie dabei am besten vorgehen.

So wehren sie sich gegen unberechtigte Abbuchungen

  • Prüfen Sie akribisch Ihre Kontoauszüge. Mindestens einmal im Monat sollten Sie alle Abbuchungen einzeln kritisch hinterfragen. Achten sie auch und besonders auf kleinere, zweistellige Beträge und Doppelabbuchungen.
  • Wenn Sie dabei eine ungerechtfertigte Abbuchung entdeckt haben, können Sie diese kostenlos und formlos zurückbuchen lassen. Wenn Sie bei Ihrer Filiale persönlich bekannt sind, reicht dazu oft schon ein Anruf. Nennen Sie das betreffende Buchungsdatum, den Betrag und den Buchungstext und Sie bekommen das Geld zurück auf Ihr Konto.
  • Rückbuchungen von Firmen, mit denen ein Lastschriftverfahren vereinbart ist, können Sie innerhalb einer Frist von 6 Wochen veranlassen. Für Rückbuchungen von Firmen, mit denen kein Einzugsermächtigungsverfahren vereinbart ist, besteht keine Frist für Rückbuchungen auf Ihr Konto, da können Sie theoretisch auch nach Jahren noch die Rückbuchung verlangen – sofern das andere Konto noch besteht. Dazu gibt es sogar ein Urteil des Bundesgerichtshofs, Aktenzeichen XI ZR 258/99.
  • Rückbuchungen sind ebenso möglich, wenn von Ihrem Konto eine Abbuchung getätigt wurde, obwohl Sie den Abbuchungsauftrag (z.B. für Miete, Versicherungen oder Vereinsbeiträge) längst widerrufen haben. Auch hier genügt ein Anruf bei Ihrer Bank.
  • Sollte Ihre Bank die Rückbuchung auf Ihr Konto verweigern, bestehen Sie darauf, dass Ihnen die Bank den entsprechenden Beleg zeigt, auf dem Sie dem abbuchenden Unternehmen gegenüber der Abbuchung angeblich zugestimmt haben.

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