Sie sind hier: Startseite » Sicherheit » Betrug » So schützen Sie sich vor Internet-Betrügern

So schützen Sie sich vor Internet-Betrügern

16 goldene Regeln für Ihre sichere Online-Nutzung

Vorsicht vor Internet-Betrügern

In der bequemen neuen Mausklick- Welt tummeln sich leider auch jede Menge schwarzer Schafe. Gezielt nutzen diese vorhandene Sicherheitslücken aus und zocken unbedarfte „Surfer“ ab.

BENEFIT nennt die 16 wichtigsten Regeln, mit denen Sie sich vor kriminellen Übergriffen und gefährlichen Programmen schützen können!

1. Diskretion wahren

Geben Sie Ihre persönlichen Daten nie leichtsinnig preis. Vergewissern Sie sich, ob der Online-Shop oder der Internet-Reiseveranstalter, den Sie nutzen wollen, seriös ist. Meist reicht schon ein Blick ins Impressum: Ist lediglich ein Postfach angegeben, sollten Sie besser vom Kauf Abstand nehmen!

Mein Tipp: Achten Sie auch darauf, dass Sie nur solche Daten eingeben, die für die Bestellung unbedingt notwendig sind, also z.B. nicht Ihr Geburtsdatum.

2. Auf sichere Datenübertragung achten

Sicherheitsbewusste Anbieter verschlüsseln die Datenübertragung und machen so Hackern das Leben schwer. Erkennbar ist dies in der Regel an dem Kürzel https:// statt http:// in der Adresszeile des Browsers und weiteren visuellen Hinweisen wie zum Beispiel einem kleinen Schloss-Symbol in der unteren Browserleiste.

3. Vorsicht, Vorkasse!

Sie gehört zu den beliebtesten Maschen: Der Auktions-Schwindler kassiert das Geld per Vorkasse ab, liefert dann aber nicht. Zahlen Sie nach Möglichkeit per Kreditkarte oder Lastschriftverfahren, denn diese Zahlungsmöglichkeiten lassen sich leichter rückgängig machen als Zahlungen per Vorkasse.

Mein Tipp: Zahlen Sie die Ware via PayPal – das ist ein spezielles Online -Bezahlsystem, bei dem der Käufer im Falle einer ausbleibender Lieferung sein Geld zurückerhält (www.paypal.de) – oder nutzen Sie beispielsweise den eBay-Treuhandservice. Hier überweist der Käufer das Geld auf ein Treuhandkonto. Der Treuhandservice leitet das Geld erst dann an den Verkäufer weiter, wenn der Käufer seine Ware ordnungsgemäß erhalten hat.

4. Wenn es zu spät ist

Bei manipulierten Bankkonten oder Kreditkarten benachrichtigen Sie umgehend Ihre Bank und lassen den Online-Zugang für die betroffenen Konten sperren. Prüfen Sie, ob auf dem Konto Verfügungen vorgenommen wurden, die nicht von Ihnen stammen. Generell gilt: Kreditkarten sind gut abgesichert, sofern Sie schnellstmöglich Widerspruch gegen eine illegale Abbuchung einlegen.

5. Versandkosten-Abzocke umgehen

Ein gängiger Trick: Betrüger bieten einen Artikel zum Schnäppchenpreis an, verlangen aber für die Versandkosten 200 Euro.

Mein Tipp: Obwohl solche überhöhten Versandkosten vor Gericht keinen Bestand mehr haben (sie gelten nach § 138 BGB als sittenwidrig), sollten Sie sich vor dem Kauf über die Portokosten informieren, um späteren Ärger zu vermeiden.

6. Download-Fallen vermeiden

Auch hier ist Vorsicht geboten: Wenn sich ein Fenster öffnet, dass den Download einer Software empfiehlt, um weitere Webinhalte anzusehen, versteckt sich dahinter mitunter ein Virus. Folgen Sie auf keinen Fall dem automatischen Link.

7. Phishing-Mails entlarven

„Sparkasse: Wichtige Information“ – damit will man Sie auf den Leim locken! Wird diese E-Mail geöffnet, landet das gutgläubige Opfer auf einer gefälschten Bank- oder Sparkassenseite, auf der es unter einem Vorwand (z.B. eine angebliche „Software- Aktualisierung“) doch bitteschön seine PIN- und TAN-Nummern eingeben möchte. Tipp: Um gar nicht erst in die Phishing-Falle zu tappen, sollten Sie grundsätzlich keine EMails von unbekannten Absendern öffnen. Und: Niemals die Zugangsdaten fürs Online-Banking preisgeben. Selbst das bloße Abspeichern von PIN- und TAN-Nummern auf dem PC ist tabu – nach einem erfolgreichen Angriff auf Ihren PC können Hacker Zugriff auf diese Daten erlangen. Merken Sie sich: Ihr Geldinstitut wird Sie niemals nach Ihren Zugangsdaten fragen.

8. Lassen Sie sich nicht (ver)linken

Wenn Ihr Browser plötzlich eine – vermeintlich bekannte – Webseite öffnet, auf der Sie etwas eingeben sollen, heißt es: wegklicken! Mit diesem dreisten Trick, auch „Pharming“ genannt, versuchen Betrüger, Sie auf präparierte Seiten zu locken, um so an Ihre Passwörter heranzukommen.

9. Augen auf das Kleingedruckte

Sicherlich haben Sie auch schon von der ominösen Internet-Seite „lebensprognose.de“ gehört. Auf der tappten hunderttausende argloser Surfer in die Kostenfalle, nachdem sie einen Fragebogen zur Ermittlung ihrer Lebenserwartung ausgefüllt hatten, ohne vorher das Kleingedruckte zu lesen. Wer brav seine Adress-Daten angab, bekam kurzerhand Post und wurde für den unseriösen Service mit 59,90 Euro zur Kasse gebeten. Sollten auch Sie Opfer einer solchen Abzocker-Seite geworden sein, gilt: Sie müssen nicht zahlen! Widersprechen Sie dieser unberechtigten Rechnung – am besten per Einschreiben und Rückschein (siehe auch BENEFIT Ausgabe 04/08).

Grundsätzlich gilt: Unerklärliche Rechnungen oder Mahnungen sollten
Sie nie bezahlen.

10. Nutzen Sie moderne Browser

Die neueren Ausgaben von Firefox und Opera sowie der Internet Explorer 7 gleichen aufgerufene Internetadressen mit Datenbanken von unseriösen Seiten ab und warnen Sie gegebenenfalls vor Gefahren.

11. Eingabehilfen deaktivieren

Die so genannte „Auto-Fill“- Funktion, bei der Usernamen, Passwörter
und Suchbegriffe automatisch ergänzt werden, ist zwar ungemein hilfreich, doch aus Sicherheitsgründen sollten Sie auf die virtuelle Gedächtnisstütze besser verzichten. Grund: Mit speziellen Programmen lassen sich diese Daten leicht ausspionieren.

12. Mail-Abfrage immer ohne Vorschaufenster

Hätten Sie es gewusst? Selbst wenn Sie eine neue E-Mail nicht manuell öffnen, sondern nur über das Vorschaufenster anzeigen lassen, kann ein Virus gestartet oder aus dem Internet herunter geladen werden. Um das Vorschaufenster bei Outlook Express zu deaktivieren, gehen Sie über den Menüpunkt „Ansicht“ zur Karte „Layout“. Dort nehmen Sie beim Vorschaufenster „anzeigen“ den Haken raus. Bei Outlook klickt man unter dem Menü „Ansicht“ einmal auf das Symbol „Vorschau“, um diese zu deaktivieren.

13. Virenscanner nutzen

Eine wirksame Waffe gegen zerstörerische Software sind Virenschutzprogramme.

Mein Tipp: Unter den kostenlosen Virenscannern ist die „Personal Edition“ von Avira AntiVir (www.freeav.de) die zuverlässigste. Den besten Rundum-Schutz (inklusive Mail-Scanner, Anti-Spyware und Firewall) gibt es beim Top-Anbieter Kaspersky (www.kaspersky.com/de). Die Einjahreslizenz für das Internet Security 7.0-Paket kostet allerdings stolze 39,95 Euro.

14. Firewall einschalten

Um unbefugten Zugriffen auf Ihren Rechner vorzubeugen, sollten Sie eine Firewall installieren. Damit können Sie unerwünschte Zugriffe auf Ihren Rechner vermeiden. Windows XP und Vista verfügen bereits über eine integrierte Firewall. Auch moderne DSL-Router sind mit Firewall-Funktionen ausgestattet. In einem solchen Fall können Sie die Windows-Firewall abschalten.

15. Software regelmäßig aktualisieren

Halten Sie nicht nur Ihr Antiviren-Programm auf dem neuesten Stand.
Auch das Betriebssystem (Windows Vista, Windows XP), Anwendungs-Software (z.B. Office) und Gerätetreiber (z.B. Drucker, Router) benötigen regelmäßige Updates. Hersteller beheben Sicherheitslücken, indem sie neue Versionen ihrer Produkte anbieten. Wenn Sie bei Windows die Funktion „Automatische Updates“ aktivieren, werden die notwendigen Software-Aktualisierungen selbsttätig
heruntergeladen.

16. Admin-Modus umgehen

Windows Vista-Nutzer sollten nur mit Administratorrechten arbeiten, wenn es unbedingt nötig ist. Grund: Ein Benutzerkonto mit Administratorrechten darf deutlich mehr Aktionen auf dem Rechner ausführen. Vieles, was Schaden anrichten kann, ist einfachen Konten verboten.

Kostenlose Insider-Tipps per E-Mail

Bleiben Sie mit meinem kostenlosen E-Mail-Newsletter "Dr. Kowertz vertraulich" ab sofort auf dem Laufenden und schützen Sie Ihr Geld, Ihre Gesundheit und Ihre Freiheit vor fatalen Folgen!

Datenschutz