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Betrug mit Haustieren

Betrüger nutzen Ihre Liebe zum Haustier aus

Betrug macht auch beim Haustier nicht halt

Was darf´s denn für ein Haustier sein? Ein Hund, eine Katze oder gar ein Pferd? Es gibt kaum ein Haustier, das Ihnen der freundliche Herr in Kleinanzeigen- und Haustierportalen des Internets nicht anbieten kann - allerdings mit Betrug.

In fehlerhaftem Deutsch, aber mit ausgesucht höflicher und einschmeichelnder Wortwahl stellt er sich als Züchter aus Kamerun für Haustiere vor, der Ihnen z.B. einen reinrassigen Chihuahua-Welpen für 200 oder 400 Euro als Haustier anbietet, ein Bruchteil dessen, was Sie bei einem deutschen Züchter dafür bezahlen müssten. Fotos der putzigen Haustiere werden bei dem Betrug gleich beigefügt. Der Versand der Haustiere erfolge sofort nach Überweisung des Geldes via Western Union mit dem Flugzeug zum nächstgelegenen Flughafen. Dort könne der neue Besitzer die Haustiere dann in Empfang nehmen.

Wer sich auf Angebote dieser Art einlässt, erlebt durch simplen Betrug sein blaues Wunder. Denn nachdem der Käufer das Geld für das Haustier wie verlangt überwiesen hat, hört er bei diesem Betrug zunächst einmal nichts mehr. Auf Nachfrage (der Verkäufer hat bei dem Betrug in der Anzeige eine Telefonnummer in Kamerun angegeben) heißt es dann, es gäbe Probleme mit dem Zoll für die Haustiere und es würden noch einmal 100 oder 170 Euro für die Zollabfertigung fällig, die der Käufer doch bitte für seine neuen Haustiere überweisen möge. Wer bei dem Betrug erneut zahlt, bekommt ebenfalls nicht das erhoffte Haustier, sondern E-Mails oder Anrufe, die bei diesem Betrug um Verständnis bitten und fadenscheinige Begründungen für die erneute Verzögerung der Haustiere enthalten: Da heißt es dann, es werde zusätzlich eine Flugversicherung für die Haustiere in Höhe von 250 Euro fällig, oder es fehle noch eine erst seit kurzem vorgeschriebene Impfung, für die der Tierarzt 350 Euro bekomme, usw. Entweder gibt der genervte Tierfreund bei diesem Betrug jetzt auf oder er zahlt immer weiter – das Geld für die erhofften Haustiere ist jedenfalls bei diesem Betrug weg und auf den zugesagten Hausgenossen wird er vergeblich warten.

Fazit: Der Absender der betrügerischen Mails ist mit großer Sicherheit kein Züchter und verfügt nicht über die angepriesenen Haustiere. In Kamerun gibt es nach Auskunft der deutschen Botschaft überhaupt keine Hundezüchter. Typisch für diesen Betrug: Die Zahlungen für die Haustiere sollen über die Western Union Bank abgewickelt werden. Diese bietet die Möglichkeit einer weltweiten Barüberweisung nach folgendem Muster: Der Käufer zahlt das Geld ein und übermittelt dem Empfänger ein Codewort. Mit diesem Codewort kann der Empfänger das Geld in bar und anonym abheben. Ein geprellter Käufer hat bei diesem Betrug somit keine Chance, sein Geld für die Haustiere jemals wieder zurück zu bekommen.

Fallen Sie nicht auf einen solchen Betrug mit Haustieren herein. Überweisen Sie kein Geld an wildfremde Menschen. Schließen Sie grundsätzlich keine Geschäfte ab, die den Geldtransfer via Western Union vorschreiben. Kaufen Sie Ihre Haustiere bei einem anerkannten deutschen Zuchtbetrieb oder holen Sie sich ein heimatloses Haustier aus dem Tierheim.

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