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Betrug beim Einkauf gegen Vorkasse!

Das Geld auf Ihrem Konto gehört Ihnen bei Vorkasse gar nicht!

Betrug bei Vorkasse

BENEFIT-Leser Herbert B. möchte seinen Gewinn aus einem Preisausschreiben, eine Digitalkamera, meistbietend verkaufen. Er entscheidet sich für ein Versteigerungs-Portal im Internet und stellt die Beschreibung und ein Bild der Kamera dort ein.

Schon bald meldet sich als Betrug ein Kaufinteressent aus dem Ausland. er bietet an, den Kaufpreis per Scheck zu bezahlen. Herbert B. zögert, denn ein Zahlungsverkehr über Grenzen hinweg scheint ihm nicht sicher genug. Als hätte der Interessent dies gewusst, bietet er von sich aus großzügigerweise an, als Vorkasse zuerst den Scheck bei seiner Bank in Auftrag zu geben. So könne Herbert B. durch Vorkasse auf Nummer Sicher gehen und die Ware erst dann versenden, wenn das Geld seinem Konto gutgeschrieben ist. Das klingt fair und Herbert B. lässt sich auf diese Vorgehensweise ein, die sich als Betrug herausstellt. Tatsächlich wird der vereinbarte Betrag wenig später seinem Konto gutgeschrieben und er verschickt die Ware tags darauf.

So weit, so gut. Doch was Herbert B. bei der Vorkasse nicht berücksichtigte und kaum jemand weiß: Die Bank schreibt Schecks von ausländischen Banken gewöhnlich dem Empfänger-Konto bereits zu, wenn der Betrag von der ausländischen Bank noch gar nicht eingegangen ist. Das ist üblich und durch die AGB der Banken gedeckt. Meldet bei diesem Betrug die ausländische Bank später, dass der eingereichte Scheck nicht gedeckt war, bucht die Bank das Geld der Vorkasse wieder zurück!

So geschah es auch im Fall Herbert B.. Kaum eine Woche, nachdem er die Kamera verschickt hatte, wurde der "Kaufbetrag" der Vorkasse bei diesem Betrug wieder zurückgebucht. Ware weg - Geld weg!

Mein Tipp: Bei Geschäften mit ausländischer Auktions- und anderer Handelsware sollten Sie keine ausländischen Schecks zur Bezahlung anerkennen, sonst kann es Ihnen passieren, dass Sie Geld auf Ihrem Konto haben, das wieder zurück gebucht wird. Alternativ verschicken Sie die Ware erst dann, wenn Sie nach Rücksprache mit Ihrer Bank deren Zusage haben, dass das Geld definitiv nicht mehr zurückgebucht werden kann. Wenn Sie bei Verkaufsangeboten im Internet ausländische Käufer generell ausschließen wollen, schreiben Sie in Ihr Angebot z.B. „Verkauf und Versand nur innerhalb Deutschlands.“

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