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Nie wieder Schmerzen im Nacken!

Welche Therapien bei Nackenschmerzen helfen

Schmerzen im Nacken kommen häufig vor.

Nackenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden über Schmerzen überhaupt. Von 10 Deutschen haben jährlich 4 mehrere Tage lang oder andauernd unter Schmerzen im Nacken zu leiden.

Die Meinungen darüber, auf welche Weise Schmerzen im Nacken gelindert oder geheilt werden können, gehen weit auseinander. Die meisten Therapien bei Schmerzen im Nacken bleiben allerdings den Beweis ihrer Wirksamkeit schuldig. BENEFIT ist stolz darauf, seinen Lesern eine neue, umfassende Studie zum Thema "Schmerzen im Nacken" vorstellen zu können, in der 50 Wissenschaftler und Ärzte verschiedener Fachrichtungen die aktuellen Forschungsergebnisse aus 9 Ländern zum Thema "Nackenschmerzen" zusammengetragen und bewertet haben. Unter der Leitung von Professor Scott Haldeman, Neurologe und Epidemiologe an der Universität Los Angeles, untersuchte das Team mehr als 1.000 Studien, die Entstehung, Diagnose und Therapie von Nackenschmerzen zum Thema hatten. Dabei brachten die Forscher einige überraschende Tatsachen über Nackenschmerzen zu Tage, die mit vielen populären Meinungen und Gerüchten zum Thema Schmerzen im Nacken aufräumen. Das sind die Fakten über Schmerzen im Nacken, die Professor Haldeman und sein Team herausgefunden haben:

1. Die meisten Nackenschmerzen sind unspezifisch

d.h. konkrete Ursachen lassen sich bei Schmerzen im Nacken nicht erkennen. Mediziner gehen heute davon aus, dass es sich bei Nackenschmerzen um ein hochkomplexes Leiden handelt, bei dem sowohl körperliche als auch emotionale Befindlichkeiten des Betroffenen eine Rolle spielen. Wenn Ihr Arzt Ihnen bei Schmerzen im Nacken sagt, er könne die Ursachen Ihrer Nackenschmerzen nicht entdecken, halten Sie ihn nicht gleich für unfähig – er ist einfach nur ehrlich.

2. Je mehr Ärzte die Betroffenen konsultieren, desto schlimmer wird das Leiden bei Schmerzen im Nacken

Ja, Sie haben richtig gelesen: Die zweite, dritte und fünfte Meinung über Nackenschmerzen bringt den Betroffenen entgegen aller Erwartungen nicht etwa mehr Klarheit über ihr Leiden, sondern verlängert und verschlimmert die Schmerzen im Nacken! Die naheliegendste Erklärung bei Schmerzen: Die Betroffenen konzentrieren sich von Arzt zu Arzt mehr auf ihr Leiden unter den Nackenschmerzen, ohne eine Besserung zu erfahren. Dadurch setzen sie sich einem enormen psychischen Stress bei Nackenschmerzen aus. In diesem Zusammenhang werden zudem unzählige Untersuchungen bei Schmerzen im Nacken mit bildgebenden Verfahren wie CT und MRT durchgeführt, die man sich hätte sparen können. Denn die Aufnahmen bei Schmerzen im Nacken unterscheiden sich meist nicht von denen gesunder Menschen.

Wichtig: Wenngleich eine Tournee von Arzt zu Arzt bei Nackenschmerzen wenig sinnvoll erscheint, sollten Sie sich einem erfahrenen Arzt oder Chiropraktiker bei Schmerzen im Nacken anvertrauen, der zunächst andere, bekannte Ursachen für Ihre Beschwerden über die Schmerzen ausschließt. Zwar sind 94 Prozent aller Nackenschmerzen symptomlos, aber in 5 Prozent der Fälle ist ein durch einen Bandscheibenvorfall eingeklemmter Nerv der Verursacher der Schmerzen, in 1 von 100 Fällen ist eine Entzündung, ein Tumor oder eine Knochenfraktur die Ursache von Schmerzen im Nacken.

3. Ruhe und Schonung sind die denkbar schlechtesten Therapien bei Nackenschmerzen

Wie die Auswertung der Studien über Schmerzen im Nacken zeigt, hatte jede Therapie, die Bettruhe, Krankschreibung oder eine Ruhigstellung mittels einer so genannten Halskrawatte vorschrieb, eine Verzögerung des Heilungsprozesses bei Schmerzen im Nacken zur Folge. Erklärung: Durch eine Ruhigstellung bei Schmerzen im Nacken verlieren die Halsmuskeln schnell an Kraft und können die Wirbelsäule weniger gut bei Nackenschmerzen unterstützen und stabilisieren - die Schmerzen werden also eher noch verschlimmert. Nur wenn Sie regelmäßig Sport treiben oder einer körperlich anstrengenden Tätigkeit nachgehen, sollten Sie sich bei Nackenschmerzen etwas Schonung gönnen, dabei aber aktiv bleiben.

4. Heiße Wickel, Eisbeutel, Ultraschall oder ähnliche Therapien bewirken bei Schmerzen im Nacken wenig

Passive Behandlungsmethoden bei Schmerzen im Nacken wie Wärmekissen, Eispackungen, Strom- oder Ultraschalltherapie hatten keinen Einfluss auf die Dauer von Nackenschmerzen. Bei manchen Betroffenen konnten diese Therapien jedoch die Stärke der Schmerzen deutlich lindern.

5. Finden Sie bei Nackenschmerzen heraus, was Ihnen am besten hilft

Ebenso wenig wie es die eine Ursache für Nackenschmerzen gibt, ebenso wenig gibt es auch ein Allheilmittel. Die Auswertung der Studien über Schmerzen im Nacken ergab, dass bestimmte Therapien, die eine Verbesserung der Beweglichkeit der Nackenpartie zum Ziel hatten, in vielen Fällen Erfolg bei Nackenschmerzen hat. Doch mussten die meisten Patienten erst verschiedene Behandlungsmethoden bei Nackenschmerzen ausprobieren, bis sie die individuell am besten wirksamste gegen ihre Schmerzen herausgefunden hatten.

Als am wirkungsvollsten bei Schmerzen im Nacken haben sich physikalische Therapien erwiesen, bei denen der Betroffene unter Anleitung eines Arztes oder Chiropraktikers entsprechende Bewegungsübungen gegen Nackenschmerzen ausführt. Nahezu ebenso wirksam bei Nackenschmerzen waren regelmäßiges Spazierengehen, Schwimmen oder leichte Aerobic-Übungen.

Sehr gut schlagen auch Kombinationen dieser Bewegungsübungen mit anderen Therapien bei Nackenschmerzen an, die eine Reduktion der Steifigkeit sowie der entzündlichen Abläufe im Nackenbereich zum Ziel haben. Besonders effizient bei Schmerzen im Nacken: die Akupunktur und Massagen. Wenn diese aufgrund der Schmerzen dem Betroffenen nicht zuzumuten sind, kann die Massage durchaus auch nach Einnahme von Schmerzmitteln erfolgen (Ibuprofen, Naproxen).

Erkenntnisse darüber, ob sich Nackenschmerzen mit vorbeugenden Maßnahmen wie spezielle Stühle, bestimmte Körperhaltungsübungen oder Nackenkissen vermeiden lassen, lieferte die Studie nicht.

Egal, auf welche Art Sie die Nackenschmerzen auch angehen: Wenn die Schmerzen sich nach zwei Wochen nicht gebessert haben, wechseln Sie zu einer anderen Therapie gegen Schmerzen im Nacken. Sobald eine Behandlung gegen Nackenschmerzen anschlägt, sollten Sie diese vier Wochen lang weiterführen. Eine längere Behandlung – so die Studie – bringt keine zusätzliche Besserung bei Nackenschmerzen.

6. Bei Stress kommen Nackenschmerzen so richtig auf Touren

Die Auswertung der Studien über Schmerzen im Nacken zeigt deutlich, dass Stress, Verkrampftheit und Ängstlichkeit Nackenschmerzen signifikant verschlimmern. Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Yoga oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson lindern die Schmerzen in vielen Fällen. Ebenfalls ein interessantes Ergebnis der Studie über Nackenschmerzen: Betroffene, die sich bei Nackenschmerzen um sich selbst kümmern, indem Sie unterschiedliche Therapien aktiv angehen und ausprobieren anstatt ihr Schicksal bei Schmerzen passiv in andere Hände zu legen, werden ihre Nackenschmerzen schneller wieder los.

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