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Prostata: Neue Tests und Vorsorgemaßnahmen

Dies sollten Sie unbedingt wissen

Prostata-Vorsorge ist wichtig

Früher bedeutete die Diagnose Prostatakrebs unausweichlich Inkontinenz, Impotenz und möglicherweise sogar den Tod. Heute sinkt die Komplikationsrate bei und nach Prostataoperationen kontinuierlich.

Die Zahl der tödlichen Ausgänge einer solchen Erkrankung ist in den letzten zehn Jahren um ein Drittel gesunken – ein stärkerer Rückgang als bei allen anderen Krebserkrankungen! Diese gute Nachricht ist vor allem der intensiven Erforschung dieser Krankheit zuzuschreiben. Über die jüngsten Fortschritte und Erkenntnisse informierte sich BENEFIT bei Prof. Patrick C. Walsh, Urologe aus Baltimore und mit über 4.000 selbst durchgeführten Operationen einer der erfahrensten Prostata-Experten weltweit.

Diese zusätzlichen Vorbeugemaßnahmen können Ihnen und Ihrer Prostata ein unbeschwertes Leben sichern

Übergewicht abbauen

Dass Übergewicht Prostatakrebs mit verursacht, ist bisher noch nicht nachgewiesen worden. Sicher aber ist: Fettleibigkeit erhöht das Risiko signifikant.

Essen Sie regelmäßig Lebensmittel mit einem hohen Lycopen-Gehalt

Lycopene sind entzündungshemmende Antioxidantien, die z.B. in Tomaten, rosa Pampelmusen und Wassermelonen vorkommen. Neueste Untersuchungen haben die krebsschützende Wirkung speziell von gekochten Tomaten bestätigt.
Aber auch Brokkoli und Blumenkohl sind förderlich für die Gesunderhaltung Ihrer Prostata. In einer Studie lag das Risiko für Prostatakrebs bei Männern, die fünf oder mehr Portionen dieser Gemüse pro Woche aßen, um 10 bis 20 Prozent unter der durchschnittlichen Erkrankungsrate.

Prof. Walshs Empfehlung:

Ernähren Sie sich mit viel Obst und Gemüse. Zusätzlich können Sie auch ein Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, das Sie zusätzlich mit Selen (55 Mikrogramm/Tag) und Vitamin E (60 IE/Tag) versorgt (z.B. von Abtei, 40 Tabl. ca. 4,25 €). Achtung: Wenn Sie ein Kalzium-Supplement zur Stärkung Ihrer Knochen einnehmen, sollten es nicht mehr als 1.500 mg Kalzium pro Tag sein. Höhere Kalziumdosen können Ihr Prostatakrebs-Risiko vergrößern.

Achten Sie auf eine Ernährung, die Omega-3-Fettsäuren enthält

Eine kürzlich in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichte Untersuchung fand heraus, dass Männer, die nie oder selten Fisch essen, ein zwei- bis dreifach höheres Prostatakrebs-Risiko haben als andere, die zwei oder drei Portionen
Fisch pro Woche essen. Die Forscher führen dies auf den entzündungshemmenden Effekt der in Kaltwasserfischen wie Hering, Lachs und Sardine enthaltenen Omega-3-Festtsäuren zurück.

Prof. Walshs Empfehlung:

Essen Sie pro Woche zwei oder drei Portionen dieser Fischarten. Falls Sie Fisch nicht mögen, nehmen Sie ein Supplement ein, etwa Fischöl-Kapseln, z.B. von Lipiscor, 240 Kapseln ca. 21 €.

Neue Erkenntnisse zum PSA-Test Nach

wie vor ist eine der wichtigsten Waffen im Kampf gegen diese Krankheit die Früherkennung – und damit die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung. Neben dem Abtasten der Prostata via Darmausgang durch den Arzt ist die Bestimmung des PSAWerts (Prostataspezifisches Antigen) der Schlüssel zur Früherkennung. Die Interpretation des PSA-Werts ist allerdings umstritten. Es gibt einerseits Männer, deren PSA-Wert erhöht ist (über 4 ng/ml), die aber keinen Krebs entwickeln – andererseits haben ca. 15 % der Männer mit Prostatakrebs völlig unauffällige PSA-Befunde. Das Ergebnis vieler Untersuchungsreihen zeigte nun: Nicht die absolute Höhe des PSA-Werts ist ein sicheres Merkmal einer Erkrankung, sondern die Geschwindigkeit, mit der die PSA-Konzentration im Blut zunimmt. Ein PSA-Anstieg von 0,2 bis 0,4 ng/ml und Jahr gilt als verdächtig und sollte mit zusätzlichen Untersuchungsverfahren abgeklärt werden.


Prof. Walshs Empfehlung:

Um den Verlauf des PSA-Werts über mehrere Jahre hinweg überhaupt verfolgen zu können, ist eine regelmäßige Teilnahme an der Vorsorgeuntersuchung erforderlich. Wenn Sie gesetzlich versichert sind, sollten Sie die zusätzlichen Kosten des PSA-Tests (ca. 40 Euro) nicht scheuen. Wenn Sie nicht mit 40 angefangen haben, Ihre PSA-Werte zu kontrollieren, sollten Sie eine Gewebeprobe entnehmen lassen, wenn Folgendes auf Sie zutrifft:

  • Alter zwischen 41 und 49 und PSA über 2,9 ng/ml
  • Alter zwischen 50 und 59 und PSA über 3 ng/ml
  • Alter über 60 und PSA-Level über 4 ng/ml

Ebenso ist eine solche Maßnahme zu empfehlen, wenn Ihr PSA zwar unter 4 ng/ml liegt, der jährliche Anstieg aber zwischen 0,2 und 0,4 ng/ml beträgt.

PSA ist nicht gleich PSA – es kommt auf das Verhältnis an

Da viele andere Einflussfaktoren den PSA-Wert beeinflussen können, bemängeln Kritiker dieser Diagnosemethode, dass viel zu viele Männer in Verdacht geraten bzw. ihnen unnötigerweise eine Gewebeprobe entnommen wird. Daher kann der herkömmliche PSA-Test keine sicheren Erkenntnisse darüber liefern, welche genaue Ursache hinter einer Erhöhung der Werte steckt.

Prof. Walshs Empfehlung:

Lassen Sie unbedingt sowohl das gebundene PSA (eine Form des PSA, die an Eiweiße gebunden ist) als auch das freie PSA (eine andere Form des PSA, die frei im Blut zirkuliert) bestimmen. Wenn Ihr freies PSA 25 % des Gesamt-PSA und mehr beträgt, ist die Krebs-Wahrscheinlichkeit sehr viel geringer, als wenn Ihr Wert deutlich darunter (unter 20 %) liegt.

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