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Medikamente: Kopfschmerzen durch Schmerztabletten?

Kopfschmerzen durch Medikamente

Medikamente verursachen oft Kopfschmerzen

Angenommen, Sie leiden an drei, vier Tagen in der Woche unter Kopfschmerzen. Sie nehmen eine Aspirintablette ein, die Kopfchmerzen werden für vier Stunden ausgeschaltet, kehren danach aber wieder zurück. Sie nehmen wieder eine Tablette, usw. Nach einiger Zeit befallen Sie die Kopfschmerzen täglich, und zwar zunehmend heftiger. Die Medikamente helfen immer weniger, zuletzt gar nicht mehr.

Was ist geschehen? Der Mediziner spricht von Rückstoßkopfschmerzen. Sie hängen mit dem Serotonin, eine Art „körpereigenes Schmerzmittel“, zusammen. Nehmen wir zuviel Schmerztabletten ein, sinkt der Serotoninspiegel im Gehirn und verliert seine Wirkung. Setzt man die Medikamente ab, produziert der Körper wieder sein eigenes Schmerzmittel, d.h. der Serotonin-Spiegel steigt wieder an. Typische Medikamente, die Rückstoßkopfschmerzen auslösen können, sind Barbiturate (Schlafmittel), Ergotamine (Migränemittel), Paracetamol (Schmerztabletten) und Codein (Schmerztabletten, Hustenstiller), aber auch Tylenol (Schmerztabletten) und Aspirin (Schmerzstiller, Entzündungshemmer).

Das Beste gegen diese Art von Kopfschmerzen: Setzen Sie die Schmerztabletten ab. Nicht von heute auf morgen, sondern reduzieren Sie über mehrere Wochen hinweg die Dosis der Medikamente gegen Kopfschmerzen bis auf Null. Sollten die Kopfschmerzen weiterhin fortbestehen, fragen Sie Ihren Arzt nach einem anderen Medikament.

Grundsätzlich sollten Sie Schmerztabletten nie länger als 4 bis 7 Tage hintereinander bzw. nicht häufiger als an zehn Tagen eines Monats einnehmen.

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