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Ist die Dosierung Ihrer Medikamente falsch?

Medikamente dosieren

Medikamente

Wenn Sie ein Mann sind und abends eine Schlaftablette nehmen, schlafen Sie schnell ein und wachen morgens erholt wieder auf. Wenn Sie eine Frau sind und dieselbe Tablette einnehmen, schlafen Sie ebenfalls schnell ein, doch morgens wachen Sie wie gerädert auf und kommen tagsüber nicht so richtig in die Gänge. Zufall? Durchaus nicht!

Forscher haben schon lange vermutet, dass ein und dasselbe Medikament bei Männern und Frauen unterschiedliche Wirkung haben kann. Nun häufen sich die wissenschaftlichen Belege für diese Annahme und zeigen, dass diese Unterschiede bei Medikamenten doch sehr viel erheblicher sind, als bisher gedacht

Weshalb ist diese Tatsache so bedeutsam für Sie? Nehmen wir einmal an, Ihr Arzt hat Ihnen das am meisten verordnete Schlafmittel Zolpidem (Handelsnamen z.B. Stilnox, Bikalm) in der Standarddosis 10 mg verordnet, ohne dabei zu berücksichtigen, ob Sie ein Mann oder eine Frau sind. Damit lässt er auch unberücksichtigt, dass Männer den Wirkstoff sehr viel schneller abbauen als Frauen - mit der Folge, dass der Blutlevel des Medikaments bei Frauen um 45 % über dem von Männern liegen kann. Was also für Männer die Standarddosierung ist, ist für Frauen eine heftige Überdosierung! Kein Wunder, dass diese, wie eingangs beschrieben, am Tag Probleme mit dem Wachbleiben haben. Zolpidem wurde in den USA sogar schon mit mehreren Sekundenschlaf-Verkehrsunfällen von Frauen in Verbindung gebracht! Als Reaktion darauf hat die US-amerikanische Arzneimittelbehörde kürzlich die empfohlene Wirkstoffmenge für Frauen von 10 auf 5 mg herabgesetzt.

Doch es sind nicht allein Medikamente wie Schlafmittel, die bei Männern und Frauen unterschiedlich wirken. Auch Betablocker, Schmerztabletten und Herzmedikamente können geschlechtsspezifische Effekte auslösen.

Wie kommt es zu dieser unterschiedlichen Wirkungsweise bei Medikamenten, was sind die Ursachen, welche Wirkstoffe sind verdächtig und welche Vorsichtsmaßnahmen können Patienten und Patientinnen ergreifen, um einer Über- oder Unterdosierung der Medikamente aus dem Weg zu gehen? Die Antworten auf diese Fragen haben wir für Sie in der neuen BENEFIT-Ausgabe recherchiert.

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