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Stimmungstief nach einer Operation? Diese Folgeerkrankung wird Ihnen oft verschwiegen!

Was Sie nach einer OP Ausschau ereilen kann

Nachwirkungen OP

Nachwirkungen nach OPs sind nicht selten

Bei Charles Inlander diagnostizierten die Ärzte einen Hirntumor. Zwar wurde der Krebs erfolgreich entfernt, doch vor den Nachwirkungen wurde er nicht gewarnt.

Bereits zwei Tage später nach der Krebsdiagnose wurde dem renommierten Verbraucheranwalt und Buchautor die Geschwulst in einer fünfeinhalbstündigen Operation vollständig entfernt. Sie war gutartig. Vor dem Eingriff hatte ihm seine Neurochirurgin die Vorgehensweise bei der OP eingehend erläutert, die möglichen Beschwerden danach, beispielsweise Kopfschmerzen und Gleichgewichtsstörungen, sowie die Maßnahmen, die dann eingeleitet würden, um diese eventuellen Nachwirkungen in den Griff zu bekommen. Inlander fühlte sich nach dem langen Gespräch ausgezeichnet beraten und informiert und gut auf die OP vorbereitet. Er erholte sich schnell ohne weiter Komplikationen und man sah ihm schon kurze Zeit später nicht mehr an, dass er eine schwere OP hinter sich hatte.

Was man ihm allerdings nicht ansieht: Er leidet seitdem unter einer Nachwirkung, die als Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) bezeichnet wird (von post = nach, und Trauma = körperliche oder seelische Verletzung). Die ersten Symptome traten etwa 3 Monate nach der OP auf: Appetitverlust, Stimmungsschwankungen, Furcht vor einer Neuerkrankung und ungewöhnliche Müdigkeit. Niemand hatte ihn vor dem Eingriff über diese möglichen Nachwirkungen nach einer Krebs-OP in Kenntnis gesetzt, umso überraschter und verstörter war er deshalb.

Eine PTBS bringt man meist mit Soldaten in Zusammenhang oder Personen, die furchtbare physische oder psychische Traumata (Überfall, Folter, Vergewaltigung, Unfall) erlitten haben. Sie ist aber ebenso häufig, wenn nicht sogar häufiger, bei Intensivpatienten anzutreffen – was vielen Ärzten nicht bewusst ist. Etwa ein Drittel aller Patienten auf Intensivstationen entwickelt – weitgehend unabhängig von der Art des Eingriffs - Nachwirkungen wie psychische Symptome. Das können Halluzinationen ebenso sein wie aggressives Verhalten, Albträume oder Verfolgungswahn. In einer Studie der angesehenen Johns-Hopkins-Universität entwickelten 65 von 186 Patienten, die wegen Lungenversagens eine Zeitlang künstlich beatmet werden mussten, eine PTBS. Zwei Drittel litten auch zwei Jahre nach der OP noch darunter. Die Hälfte von ihnen nahm Psychopharmaka, 40 % waren in psychotherapeutischer Behandlung.

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