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So halbieren Sie Ihr Alzheimer-Risiko!

So bleibt Ihr Gehirn leistungsfähig

Ein nachlassendes Gedächtnis und abnehmende kognitive Fähigkeiten schreiben viele fälschlicherweise dem fortschreitenden Alter zu. Denn mit dem Alterungsprozess haben diese Erscheinungen wenig zu tun.

Einen weit größeren negativen Einfluss auf die Leistungskraft unseres Gehirns haben ungesunde Angewohnheiten wie ungenügende Bewegung, einseitige Ernährung, Genussmittelmissbrauch und chronische Erkrankungen. Neueste Forschungsergebnisse lassen jedoch erkennen, dass Menschen, die ihr Gehirn jeden Tag mit neuen geistigen Herausforderungen beschäftigen, sehr viel seltener unter Gedächtnisstörungen oder nachlassendem Erinnerungsvermögen einschließlich Alzheimer leiden, als solche, die ihrem Kopf jeden Tag denselben langweiligen Tagesablauf zumuten. Pierce J. Howard, Wahrnehmungsforscher und Buchautor aus North Carolina, weiß, was Ihren grauen Zellen gut tut und nennt fünf Tipps, mit denen Sie das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, um die Hälfte reduzieren.

1. Versetzen Sie sich zurück in Ihre Schulzeit

Dachte man bisher, Gehirnzellen erneuern sich nicht, weiß man heute, dass das Gehirn bis ins hohe Alter durchaus in der Lage ist, neue Zellen und Synapsen (Verbindungen zwischen den Hirnzellen) zu generieren. Indem Sie sich neues Wissen und neue Fähigkeiten aneignen, schaffen Sie die besten Voraussetzungen dafür! Neue, zusätzliche Denkzellen können im Falle einer Erkrankung an Alzheimer die Funktion der untergegangenen übernehmen und Sie somit vor den fatalen Begleiterscheinungen dieser Erkrankung bewahren.

Was Sie tun können:

Wenn Sie gern lesen, kaufen Sie sich ein Buch zu einem Thema, für das Sie sich bisher nie interessiert haben. Setzen Sie sich aktiv mit dessen Inhalten auseinander, bis Sie alles verstanden haben. Wenn Sie ein Instrument spielen: Üben Sie ein neues Stück ein. Besser noch: erlernen Sie ein neues Instrument. Oder lernen Sie eine neue Fremdsprache, vertiefen Sie sich in eine Natur- oder Geisteswissenschaft.

Mein Tipp: Vormittags ist man ausgeruht – da lernt es sich am besten. Den Nachmittag nutzen Sie, um das morgens und an den Tagen zuvor Geübte zu wiederholen.

2. Beziehen Sie andere in Ihre Aktivitäten ein

Wie Studien ergeben haben, leiden Menschen, die regelmäßig soziale Kontakte pflegen, Freunde, Verwandte oder Nachbarn treffen und mit ihnen kommunizieren, seltener an Gedächtnisschwund und Erinnerungslücken. Wissenschaftliche Erklärung: Sozialkontakte fördern die Produktion von Serotonin und Endorphinen. Diese Hormone sind Gegenspieler des Cortisols, eines Alarm-Hormons, das in hohen Dosen zur Verschlechterung Ihres Gedächtnisses beiträgt.

Was Sie tun können:

Spielen Sie gemeinsam Schach, Bridge, Backgammon oder andere Strategiespiele wie Risiko oder Stratego. Engagieren Sie sich mit anderen in ehrenamtlichen Vereinen, Wander- oder Buchclubs oder Hilfsorganisationen (z.B. Senior Experten Service).

3. Spielend schärfen Sie Ihren Verstand

Wenn Sie über einen Anschluss zum Internet verfügen, finden Sie dort viele Möglichkeiten, Ihr Gehirn zu trainieren. Einer Studie der Universität Michigan zufolge reichen schon 30 Minuten tägliches Üben, um Ihre Denk- und Problemlösungsfähigkeiten signifikant zu steigern.

Was Sie tun können:

Suchen Sie sich jeden Tag im Internet ein neues Online-Spiel, das Sie kostenlos und ohne Anmeldung oder Download nutzen können. Finden Sie heraus, nach welchen Regeln es funktioniert und wie Sie es bedienen müssen und spielen Sie eine halbe Stunde lang nach Herzenslust. Sie werden sehen, es macht Ihnen Spaß. Eine große Auswahl an solchen Spielen finden Sie z.B. unter www.gamesforthebrain.com oder unter www.sharpbrains.com.

4. Überraschen Sie Ihr Gehirn mit neuen Angewohnheiten

Immer gleiche Abläufe und Aufgaben sind für Ihr Gehirn keine Herausforderung mehr, es „dämmert“ mehr oder weniger vor sich hin und schaltet auf Sparbetrieb. Zwingen Sie Ihr Gehirn, sich an neue Gewohnheiten anzupassen, dadurch wird es gezwungen, neue Verbindungen zwischen den Zellen aufzubauen.

Was Sie tun können:

Wenn Sie zum Einkaufen oder zur Arbeit fahren: Nehmen Sie morgen mal eine ganz andere Route. Gehen Sie gewohnte Wege auf der anderen Straßenseite. Oder wagen Sie sich zum Essen mal in ein besonders exotisches Restaurant und lernen Sie eine Ihnen bisher unbekannte Küche kennen.

Wenn Sie Ihre Armbanduhr gewöhnlich links tragen, tragen Sie sie mal zwei Wochen am rechten Arm. Ziehen Sie den Scheitel Ihrer Haare zur Abwechslung mal auf der anderen Seite oder putzen Sie Ihre Zähne als Rechtshänder mal mit der linken Hand.

5. Bewahren Sie Ihr Gleichgewicht

Das ist durchaus wörtlich gemeint. Mit zunehmendem Alter verändert sich unser Gleichgewichtsgefühl, das unser Gehirn ständig aus den Signalen verschiedener Sensoren zusammensetzt. Um uns daran anzupassen, ist es sinnvoll, unser Gleichgewichtsgefühl durch ungewohnte Körperhaltungen regelmäßig zu schulen.

Was Sie tun können:

Wenn Sie an der Kasse in der Schlange stehen oder auf den Bus warten: Heben Sie einen Fuß etwas vom Boden ab und verlagern Sie Ihr Gewicht auf das andere Bein. Bleiben Sie so lange wie möglich in dieser Position und wechseln Sie dann auf das andere Bein. Ein trainierter Gleichgewichtssinn ist hilfreich, um Unsicherheiten beim Gehen auszugleichen und Stürze zu vermeiden.

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