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Blaue Flecken auf der Haut...

...sind nicht immer harmlos!

Blaue Flecken auf der Haut können gefährlich sein

Meistens sind blaue Flecken auf der Haut ungefährlich, aber manchmal kann auch eine ernstzunehmende Erkrankung dahinter stecken.

Bei der Arbeit oder beim Sport hat man sich schnell mal gestoßen und blaue Flecken geholt, die jedoch nach wenigen Tagen von selbst wieder verschwinden. Das ist nicht weiter schlimm. Doch wenn blaue Flecken länger als üblich auf der Haut zu sehen sind oder wenn blaue Flecken sich auf der Haut ohne äußere Einwirkungen von selbst bilden, sollten Sie misstrauisch werden. Nicht selten verbirgt sich in solchen Fällen eine ernsthafte Erkrankung dahinter.

Wie blaue Flecken unter der Haut entstehen

Wenn Sie fallen oder sich stoßen platzen kleine Kapillargefäße in der Unterhaut. Das Blut sickert in das umgebende Gewebe und schimmert zunächst dunkel-bläulich durch die Haut und bildet die blauen Flecken. Nach einigen Tagen wechselt die Farbe, da der Blutfarbstoff abgebaut und Gallenfarbstoff eingelagert wird, in grün, gelb oder braun. Später resorbiert der Organismus das Blut vollständig und der Erguss verschwindet.

Manche Menschen bekommen schneller blaue Flecken auf der Haut als andere, Frauen eher als Männer, was an ihrer dünneren Haut liegt, zudem haben sie hormonell bedingt empfindlichere Gefäßwände und weicheres Bindegewebe. Mit zunehmendem Alter werden blaue Flecken häufiger. Vielleicht kennen Sie die purpurfarbenen Flecken auf der Haut, die vor allem auf den Handrücken und den Unterarmen auftreten und nach einiger Zeit meist von allein verblassen. Die Ursachen sind vielfältig: Die Haut wird mit den Jahren dünner, das schützende Unterhautfettgewebe ebenfalls, die Kapillargefäße werden zerbrechlicher und die Kollagenfasern im Hautgewebe verhärten, z.B. durch häufigen Aufenthalt in der Sonne.

Auch Medikamente können Schuld an blauen Flecken sein

Hätten Sie das vermutet? Schon eine einzige Aspirin-Tablette kann die Gerinnungsfähigkeit Ihres Bluts bis zu sechs Tage lang herabsetzen – und damit die Gefahr von blauen Flecken auf der Haut erhöhen. Das gilt auch für andere blutverdünnende Wirkstoffe wie Warfarin (Handelsname: Coumadin) und Clopidogrel (Plavix). Aber auch bestimmte Naturheilmittel (z.B. Ginkgo) und Lebensmittel (z.B. Knoblauch) haben einen – wenn auch schwachen - blutverdünnenden Effekt. Nicht immer aber sind die Ursachen blauer Flecken so harmlos, wie in den bisher beschriebenen Fällen.

Diese blauen Flecken sind alles andere als harmlos

Blaue Flecken, die spontan ohne vorhergehenden Stoß oder Verletzung entstehen, die zudem größer als gewöhnlich und anhaltend schmerzhaft sind, sollten Sie umgehend Ihrem Arzt vorstellen. Sie könnten auf Störungen in Ihrem Blutbild, in seltenen Fällen sogar auf Leukämie hinweisen. Häufige blaue Flecken ohne Ursache können zudem typische Symptome einer Virusinfektion sein, beispielsweise Herpes Zoster, Masern oder Aids.

Um die Ursachen blauer Flecken differentialdiagnostisch abzuklären, wird Ihr Arzt Ihnen Blut abnehmen, um ein Blutbild anzufertigen, ggf. kann auch eine Knochenmarkbiopsie angebracht sein.

So lindern Sie blaue Flecken auf der Haut

  • Wenn Sie sich gestoßen haben: Kühlen Sie die Stelle so schnell wie möglich mit einem Eispad (Apotheke) oder Eiswürfeln (in Plastiktüte geben, diese zuknoten und in einen Waschlappen stecken) auf der Haut. Ca. 20 Minuten einwirken lassen. Mehrmals wiederholen. Effekt gegen blaue Flecken: Kälte zieht die Blutgefäße zusammen, beschleunigt die Blutgerinnung und reduziert so die Ausbreitung des blauen Flecks.
  • Wenn möglich, lagern Sie die betroffene Stelle bei blauen Flecken höher als Ihr Herz. Je länger, desto besser, denn dadurch vermindert sich der Blutzufluss zu der verletzten Stelle auf der Haut.
  • Vitamin C stärkt die Kapillargefäße in der Haut und macht sie weniger verletzlich. Daher als vorbeugende Maßnahme gegen blaue Flecken für alle empfehlenswert, die sich oft stoßen, aber die blauen Flecken nicht so schön finden. Nehmen Sie ein Multivitamin-Präparat und versorgen Sie sich mit 80 bis 100 mg Vitamin C täglich.

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