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Diese Blutwerte helfen bei der Früherkennung von Diabetes II

Früherkennung schützt sie vor Schlimmerem!

Diabetes II früh erkennen

Die Stoffwechselstörung Diabetes mellitus ist eine nahezu weltweit verbreitete Zivilisationskrankheit.

Man unterscheidet zwei Formen dieser Erkrankung. Beim Typ I, an dem mehrheitlich junge Menschen erkranken, gehen die Insulinproduzierenden Inselzellen der Bauchspeicheldrüse durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems zugrunde. Beim Typ II, der so genannten Altersdiabetes, wird zwar noch Insulin produziert, doch nicht in genügender Menge bzw. ist dessen Wirkung durch Störungen im Kohlenhydratstoffwechsel mehr oder weniger lahmgelegt. Der Zucker kann nicht verwertet werden und wird mit dem Urin wieder ausgeschieden. Insulin sorgt im gesunden Organismus dafür, dass der Zucker in die Zellen aufgenommen wird, und stellt somit einen relativ konstanten Blutzuckerspiegel sich

Checkliste: So beugen Sie der Wohlstandskrankheit Diabetes mellitus vor

  • Ernähren Sie sich gesund und abwechslungsreich mit viel frischem Obst und Gemüse. Reduzieren Sie sichtbare und unsichtbare Fette in der Nahrung.
  • Streben Sie Ihr Normalgewicht an.
  • Rauchen Sie nicht.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Blutdruck.
  • Sorgen Sie für ausreichend Bewegung. Sport verbessert die Insulinsensitivität und die Glukoseumsetzung.

Da Diabetes zunächst symptomlos verläuft, kann man ihr als Vorsorgemaßnahme
nur über die Bestimmung der Blutzucker-Werte auf die Spur kommen. Erst später treten Symptome wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Durst und Heißhunger auf, im fortgeschrittenen Stadium können Ausschläge, Sehprobleme, Juckreiz und Potenzstörungen hinzukommen. Bei Nichtbehandlung drohen den Betroffenen gesundheits- bis lebensbedrohende Komplikationen und Folgeerkrankungen. Daher zählt die Blutzuckerbestimmung aus dem Kapillarblut (Fingerkuppe) zu den wichtigsten Untersuchungen in der Labordiagnostik. Neben dem so genannten Nüchtern- Blutzucker spielen die Glukosetoleranz und der HbA-Wert eine wichtige Rolle (s. unten). Auch hier soll die Messung nüchtern erfolgen. Glukose wird häufig auch im Urin bestimmt (Teststreifen oder Labor).

Auf diese Blutparameter sollten Sie besonders achten

Blutzuckerparameter

Abkürzung

Normalwertbereich

Aufgaben im Organismus bzw. Wirkungsweise des Tests

Was abweichende Werte bedeuten können

Blutzucker (Glukose) Nüchtern-Werte 70 bis 110 mg/dl oder 3,9 bis 6,1 mmol/l

Die Kohlenhydrate (Zucker) sind die Hauptenergiequelle unseres Organismus. Muskeln, Gehirn und Organe benötigen sie für ein einwandfreies Funktionieren.

Werte über 120 mg/dl gelten als diabetisch. Zur weiteren Abklärung sind dann zusätzliche Untersuchungen erforderlich. Zu niedrige Werte sind selten und können auf einen Tumor der Inselzellen hinweisen, die dadurch zu viel Insulin produzieren.

Glukosetoleranz-Test 1 bis 2 Stunden nach Zuckerbelastung:

< 130 mg/dl oder

< 12,48 mmol/l

So erfolgt der Test: 1. Blutprobe nüchtern. Dann trinkt man eine Lösung mit 100 g Traubenzucker. Dann zwei Stunden lang alle 30 Minuten eine Blutprobe, um den Verlauf der Glukosekonzentration zu dokumentieren. Danach können sich weitere Blutentnahmen in stündlichem Abstand anschließen.

Diabetes liegt dann vor, wenn nach zwei Stunden der Glukosewert noch über 200 mg/dl liegt. Bei Werten zwischen 140 und 200 mg/dl liegt eine Störung der Glukosetoleranz vor.

Hämoglobin A1c

HbA

< 6 %

Hämoglobin-Bestandteil, an den Glukose angelagert ist. In ihm spiegelt sich der Verlauf der Glukosekonzentration im Blut innerhalb der letzten sechs bis acht Wochen wider.

Diabetiker können mit dieser Messgröße sehr gut überwachen, ob sie richtig „eingestellt“ sind. Ihr HbA-Wert sollte nach Möglichkeit 6,5 bis 7 % nicht überschreiten.

 

 

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