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Arzt und Krankenhaus: Delirium bei 8 von 10 Intensiv-Patienten

Das unterschätzte Krankenhaus-Risiko

Krankenhaus

Delirien, also Verwirrtheitszustände und Wahrnehmungsstörungen sind eine häufige und oft folgenschwere Komplikation bei über 65-jährigen Patienten von Arzt und Krankenhaus. Zwischen 40 und 82 % aller Intensivpatienten sind davon betroffen.

Besonders schlimm: 6 von 10 Delirium-Fälle werden von den Arzt und Krankenhaus gar nicht erkannt! Die Folgen sind dramatisch. Nach einer im The Journal of the American Medical Association veröffentlichten Studie werden Patienten mit diagnostiziertem Delirium schneller zum Pflegefall, haben schwerere Krankheitsverläufe, ein höheres Risiko für Demenz und eine signifikant kürzere Lebenserwartung.

Die gute Nachricht: Die Auslöser dieser Erkrankung werden nach und nach aufgedeckt. Damit wachsen auch die Möglichkeiten, ihrer Entstehung vorzubeugen bzw. rechtzeitig therapeutische Maßnahmen einzuleiten.

Delirium nennt man eine akute Bewusstseinsstörung, verbunden mit verminderter Aufmerksamkeit (Unfähigkeit, einem Gespräch zu folgen), Verwirrtheitszuständen (zusammenhanglose Äußerungen), Orientierungsstörungen, Schlaf- und Sprachstörungen sowie Halluzinationen. Außerdem typisch: Das Krankheitsbild entwickelt sich innerhalb kurzer Zeit und verläuft in Wellen über den Tag.

Schon ein kurzes Auftreten einer der genannten Befindlichkeits-Störungen ist deshalb ein Alarmzeichen, das nicht übersehen werden darf. Wenn Sie als Besucher eines Patienten ein solches Symptom beobachten, informieren Sie umgehend Arzt und Krankenhaus. Ein Delirium ist immer ein lebensbedrohlicher Notfall! Im schlimmsten Fall drohen Herzversagen und Atemstillstand.

Ob tatsächlich ein Delirium vorliegt, kann der Arzt feststellen, indem er die klinischen Symptome abklärt und einen kurzen, standardisierten Fragebogen (z.B. CAM, Confusion Assessment Method) mit dem Betroffenen durchgeht.

Wer besonders gefährdet ist, wodurch die Erkrankung ausgelöst wird und welche Maßnahmen zur Vorbeugung und Therapie Erfolg versprechen, lesen Sie in der Juli-Ausgabe von BENEFIT.

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