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Auf Ambrosia reagieren 80% aller Allergiker

So schützen Sie sich vor dieser lebensbedrohenden Pflanze

Allergie durch Ambrosia

Ambrosia hieß bei den Griechen die Speise und Salbe der Götter. Alles andere als göttlich ist die gleichnamige, bis zu zwei Meter hohe einjährige Pflanze, auf deren Pollen 80 Prozent aller Allergiker reagieren.

Betrifft Sie nicht, da Sie kein Allergiker sind? Falsch, denn über 10 Prozent aller Menschen, die bisher noch nie mit einer Allergie zu tun hatten, reagieren ebenfalls auf Ambrosiapollen. Grund genug, diese Pflanze kennen und bekämpfen zu lernen! Die Pollen des beifußblättrigen Traubenkrauts (Ambrosia artemisiifolia) sind besonders klein und können Hunderte von Kilometern weit fliegen. Sie dringen bis tief in die Bronchien ein und lösen Bindehautentzündung, Heuschnupfen und nicht selten sogar Asthma aus. Berührungen mit Pflanzenteilen können zu juckenden Hautschwellungen und -rötungen führen. Besonders unangenehm: Die Pollen (bis zu 1 Milliarde pro Pflanze) können zudem Kreuzallergien hervorrufen, d.h., jemand, der auf Ambrosia allergisch reagiert, kann dadurch ebenso gegen Banane oder Melone eine Allergie entwicklen.

So halten Sie Ambrosia auf Abstand

1. Achtung, Vogelfutter!

Etwa 70 Prozent des in Deutschland erhältlichen Vogelfutters ist mit Ambrosia-Samen verunreinigt, besonders betroffen ist reines Sonnenblumensamen-Futter. Daher sollten Sie gebrauchte Käfigstreu oder Futterreste nicht auf den Kompost geben und Vogelfutter nicht als Samen für einen bunten Garten zweckentfremden. Den Bereich ums Futterhäuschen sollten Sie im Frühjahr auf aufkeimende Ambrosia-Pflanzen kontrollieren. In der Schweiz hat man die Gefahr für die menschliche Gesundheit, aber auch für Landwirtschaft und Naturschutz längst erkannt. Dort darf seit 2005 Vogelfutter keine Ambrosiasamen mehr enthalten, zudem besteht eine Melde- und Bekämpfungspflicht.

Hyposensibilisierung möglich: Besteht aufgrund der Schwere des Krankheitsbilds die medizinische Indikation zu einer Hyposensibilisierung, übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten. Die Behandlung erfolgt in Form von Injektionen spezieller Behandlungsextrakte am Oberarm und wird üblicherweise über mehrere Jahre durchgeführt. Im günstigsten Fall kann damit die allergische Reaktionslage vollständig beseitigt werden, manchmal tritt allerdings nur ein Stillstand ein.

2. Abmähen hilft nicht, denn die nachwachsenden Pflanzen bilden schnell wieder Blüten!

Wenn Sie die gefährliche Pflanze dauerhaft loswerden wollen, müssen Sie sie ausreißen, was ohne große Kraftanstrengung möglich ist. Beachten Sie dabei unbedingt folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Vermeiden Sie den direkten Hautkontakt, Handschuhe sowie langärmelige Oberbekleidung und lange Hosen tragen.
  • Tragen Sie in der Blütezeit zusätzlich einen Mundschutz.
  • Die ausgerissene Pflanze gehört auf keinen Fall auf den Kompost oder in die Biotonne, sondern in einem verschlossenen Plastikbeutel in den Hausmüll.
  • Die solchermaßen „abgeernteten“ Flächen auch in den Folgejahren auf neu keimende Ambrosia-Pflanzen absuchen.

Zur Kontrolle der Verbreitung und zur Koordination von Bekämpfungsmaßnahmen sollten Sie Bestände über 100 Pflanzen protokollieren und melden (z.B. an die Projektgruppe Biodiversität, Hinterm Alten Ort 9, 61169 Friedberg, Tel. 06031-1609264, E-Mail: meldung@ambrosiainfo.de).

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