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Was Sie tun können, wenn Mietnomaden Sie um Ihr Geld betrügen

Vermieters Alptraum

Schlüssel zu einer Wohnung

© fantasista - 123rf.com

Sie sind Vermieters Alptraum: Mieter, die ihre Miete nicht zahlen, die Kaution nicht überweisen, auf schriftliche Mahnungen nicht reagieren und zudem noch die Wohnung als Mülldeponie zweckentfremden und verwahrlosen lassen. Auf diese Art gelingt es diesen so genannten Mietnomaden, Monate, manchmal auch ein Jahr und länger eine Wohnung zu belegen, ohne je einen Cent Miete dafür zu bezahlen.

Dann ziehen sie – daher der Name – weiter und suchen sich den nächsten Vermieter, den sie mit unrichtigen Angaben, falschen Papieren und getürkten Lohnabrechnungen über den Tisch ziehen können.

Das Recht ist auf Ihrer Seite, aber …

Wie ist das möglich, zumal die Rechtsprechung hier eindeutig auf Seiten des Vermieters steht? Als Vermieter können Sie nach zwei ausstehenden Mietzahlungen den Mietvertrag fristlos kündigen – so weit, so bekannt. Doch damit sind Sie die Nomaden noch lange nicht los, denn das ist nur mit dem Vollstreckungsbeschluss eines Gerichts möglich. Wenn Sie eine entsprechende Räumungsklage erheben, dauert diese inklusive der damit verbundenen Fristen im allergünstigsten Fall erfahrungsgemäß zwei, im ungünstigsten Fall neun Monate – vom Zeit- und Nervenaufwand ganz zu schweigen. Vermieter, die ihre Ansprüche hinterher vor Gericht durchsetzen wollen, haben so gut wie nie Aussicht auf Erfolg, denn die Mieter haben durch ihr Nomadenleben einen Berg Schulden angehäuft und leben nicht selten von der Sozialhilfe. Hier hilft nur vorher informieren und: Augen auf bei der Mieterwahl! Unsere Checkliste sagt Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl eines Mieters besonderen Wert legen sollten

Checkliste: So kommen Sie Mietnomaden schon vorher auf die Schliche

Wenn Sie nicht 100-prozentig von der Integrität eines interessierten Mieters überzeugt sind, sollten Sie diese Maßnahmen ergreifen:

 

  • Lassen Sie sich unbedingt den Personalausweis von dem potenziellen Vertragspartner zeigen. Notieren Sie sich Namen, Ausstellungsdatum, Gültigkeitsdauer, ausstellende Behörde und Nummer des Ausweises.
  • Fragen Sie nach den beiden letzten Vermietern und erkundigen Sie sich bei denen über Ihren Miet-Interessenten. Lassen Sie sich gegebenenfalls eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des Vormieters geben.

 

 

  • Verlangen Sie einen Gehaltsnachweis des Arbeitsgebers und prüfen Sie, ob das Arbeitsverhältnis bei der angegebenen Arbeitsstelle auch tatsächlich besteht.
  • Lassen Sie sich einen Selbstauskunft-Bogen ausfüllen, in dem der Wohnungsinteressent zu seinem Gehalt, seinen finanziellen Verpflichtungen und Schulden Auskunft gibt.
  • Verlangen Sie eine Schufa-Selbstauskunft des Vermieters. Die so genannte Verbraucherauskunft gibt’s bei den Schufa-Beratungsstellen oder im Internet

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