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Ihre Versicherung will nicht zahlen?

Das können Sie dagegen unternehmen

Wenn Versicherungen nicht zahlen wollen

Ob „kaiserlich versichert“, „sicher aufgehoben“ oder „hilft Dir immer“ – schenkt man den vollmundigen Werbeslogans der Versicherungen Glauben, sind sie im Ernstfall stets zur Stelle, leisten schnell und gern. Doch in der Praxis sieht es mit den Versicherungen häufig anders aus – statt zu zahlen, sträuben sich die Versicherungen.

Gut zu wissen: Oft verfolgen die Versicherungen dabei eine reine Hinhaltetaktik. Ihr Kalkül: Nach der ersten Empörung wird der Kunde die Entscheidung hinnehmen und sich nicht auf einen Streit David gegen Goliath einlassen. Oder die Versicherungen versuchen, Ihre Kunden mit lächerlichen Beträgen - bei gleichzeitigem Verzicht auf weitere Forderungen - ruhig zu stellen.

Dabei müssen Sie als vermeintlich machtloser Verbraucher keineswegs klein beigeben! BENEFIT sagt Ihnen, wie Sie sich erfolgreich gegen Ihre Versicherung wehren können!

Setzen Sie Ihren Versicherung in Verzug!

Verweigert man den Versicherungen die Zahlungszusage, sollten Sie sich zunächst in schriftlicher Form an Ihre Versicherung wenden. Erklären Sie in dem Schreiben Ihren Widerspruch und schildern Sie Ihre Sicht des Sachverhalts. Gibt’s daraufhin nur eine unzureichende oder gar keine Antwort, schreiben Sie direkt an die Chefetage der Versicherungen. Setzen Sie den Verantwortlichen der Versicherung eine Frist (z.B. 14 Tage), innerhalb der man Ihnen entgegenkommen soll und behalten Sie sich rechtliche Schritte vor. So signalisieren Sie Ihrer Versicherung, dass Sie es ernst meinen und sich nicht einfach abspeisen lassen.

Legen Sie den Fall der BaFin vor

Wird Ihr Anliegen erneut abgelehnt oder ignoriert, können Sie sich an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wenden. Die prüft, ob eine Versicherung verbindliche gesetzliche Vorgaben bzw. maßgebliche Urteile (etwa des Bundesgerichtshofs) einhält. Dennoch gilt: Die BaFin ist lediglich eine Beschwerdestelle (Formulare unter www.bafin.de), die Ihren Fall rechtlich einordnet – eine Entscheidung oder gar Urteil für die Versicherungen kann sie nicht fällen.

Kontakt:

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Graurheindorfer Straße 108

53117 Bonn

Tel. 0228-41080

E-Mail: poststelle(at)bafin.de

Schalten Sie den Ombudsmann ein

Bevor Sie sich, wenn Ihre Versicherung nicht zahlen will, auf einen handfesten Rechtsstreit einlassen, sollten Sie zunächst den außergerichtlichen Weg einschlagen. Dafür gibt es seit einigen Jahren eine sehr sinnvolle Einrichtung, den sogenannten Ombudsmann für Versicherungen. Er schlichtet bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Verbrauchern und Versicherungen.

Immerhin: Im Berichtsjahr 2008 wurde etwa jede dritte Beschwerde (36,9 Prozent) zu Gunsten der Versicherten entschieden. Ausnahme: Bei den Lebensversicherungen ist die Erfolgsquote weitaus geringer (16,4 Prozent). Das hat produktspezifische Gründe, weil sich viele Kunden über die aus ihrer Sicht unzulängliche Auszahlungshöhe beschweren. Doch die in der Branche prognostizierten Überschussbeteiligungen, das sind die über die gesetzliche Mindestverzinsung hinausgehenden Zahlungen, sind rechtlich nicht bindend.

Mehr über Versicherungen, z.B., wie Sie gegen Ihre Krankenkasse vorgehen, welche Aufsichtsbehörden zuständig sind etc. – mit allen notwendigen Adressen und Telefonnummern – lesen Sie im neuen BENEFIT.

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