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Die 10 Tricks der Lebensmittel Discounter

So geben Sie beim Einkaufen nicht mehr aus, als Sie wollen

gefüllter Einkaufswagen im Discounter

© Eisenhans - fotolia

Kennen Sie das auch? Man will eigentlich nur schnell mal Brot und Eier kaufen, hat aber am Ende wieder den Einkaufswagen halb voll gepackt! Kein Wunder, denn die Discounter beschäftigen mittlerweile Heerscharen von Spezialisten, die Beleuchtung, Einrichtung, Hintergrundmusik und Raumtemperatur so weit optimieren, bis der Kunde nur noch eins im Sinn hat: kaufen, kaufen, kaufen. BENEFIT nennt die gängigsten Fallen. Wer sie kennt, lässt sich nicht mehr so leicht manipulieren – und spart richtig Geld!

1. Der Bremszonen-Trick

Gleich im Eingangsbereich befindet sich in vielen Märkten der Frischebereich mit Obst und Gemüse. Dort wird der gestresste Kunde erst einmal von Entspannungsmusik sowie farbenfrohem Wohlfühl-Ambiente betört und zum Verweilen verführt. Das Ergebnis: Oft landen hier bereits die ersten ungeplanten Einkäufe im Wagen, etwa abgepackte Melonen oder Ananasstückchen – appetitlich drapiert aus der Kühltheke. Das ist natürlich sehr viel teurer, als wenn Sie die Früchte als Ganzes kaufen.

Mein Tipp:

Kaufen Sie konsequent nur das, was Sie auf Ihrem Einkaufszettel notiert haben – verzichten Sie auf geschnittene Obstportionen.

2. Der Einkaufswagen-Trick

Sicher ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass die Einkaufswagen heute viel größer sind als früher! Auch dahinter steckt Kalkül. Im Durchschnitt kauft jeder Kunde nämlich gerade mal zehn Produkte – da bleibt noch jede Menge Platz im Riesenwagen, so dass man automatisch mehr kauft. Dieses Phänomen ist auch als „Ikea-Effekt“ bekannt. In den schwedischen Möbelhäusern muss man sich ja bekanntlich mit anhängergroßen Einkaufswagen durch die Gänge kämpfen.

Mein Tipp:

Nutzen Sie stattdessen einen Einkaufskorb. Dort passt nicht nur weniger rein, ein voller Korb bedeutet auch: mehr schleppen! Das schreckt von vornherein ab.

3. Der Kombi-Trick

Dank so genannter Kombi-Platzierungen soll der Käufer gleich doppelt zugreifen. So stehen neben den Spaghetti gleich die Dosentomaten bereit, neben der Käsetheke wird Wein angeboten. Im Marketing-Jargon heißen solche Produkte, die zueinander gehören, auch „Komplementärgüter“. Der Trick: Am „Kombi- Standort“ sind dieselben Produkte meist teurer als die Dosentomaten aus der Konservenabteilung oder der Wein aus dem Weinregal 20 Meter weiter. Nur: Das merken die meisten Kunden natürlich nicht.

Mein Tipp:

Bleiben Sie standhaft! - Kaufen Sie Komplementärgüter nur, wenn wirklich notwendig, und vergleichen Sie die Preise!

4. Der Bückware-Trick

Teure Produkte sind immer auf Augenhöhe zu finden, die preiswerteren Alternativen stehen dagegen meist ein paar Etagen tiefer. Hintergrund: Waren, die in Kniehöhe platziert sind und dort 30-mal verkauft werden, bringen es in Hüfthöhe auf 70 Verkäufe, in Augenhöhe aber auf 100! Bekanntestes Beispiel ist die so genannte „Quengelware“: Schokolade und Bonbons, die im Kassenbereich genau auf Augenhöhe von Kindern aufgestellt sind.

Mein Tipp:

Greifen Sie nicht überhastet zu, suchen Sie im unteren Regal gezielt nach günstigeren Angeboten.

5. Der Greifhand-Trick

Auch bei der Laufrichtung der Kunden wird nichts dem Zufall überlassen. Weil man unterbewusst mehr nach rechts als nach links schaut, ist der Supermarkt so ausgerichtet, dass margenstarke Artikel in Laufrichtung rechts platziert sind, damit man mit der Greifhand bequem hinlangen kann. Das bedeutet auch, dass man letztendlich noch mehr einkauft. Denn nur was wir sehen, bringt uns auf die Idee, es auch zu kaufen.

Mein Tipp:

Als Stammkunde sollten Sie gezielt jene Regale ansteuern, in denen sich die benötigten Produkte befinden.

6. Der Nachrutsch-Trick

Auch perfide: Kleine Produkte platzieren Discounter gern in schräge Regale. Nimmt man einen Artikel vorn heraus, rutschen die hinteren Dosen oder Fläschchen sofort nach. Man hat also seine liebe Mühe, falls man die kleine Packung Cocktailsauce doch nicht möchte, sie wieder ins Regal zu bekommen.

 

Mein Tipp:

Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken! Zur Not die Ware einfach ins Nachbarregal stellen.

 

 

 

7. Der Sonderaufsteller-Trick

Steht mitten im Gang eine Palette mit Bier oder einem Waschmittel, denken wir automatisch „Toll, ein Sonderangebot!“ und greifen prompt zu. Supermärkte nutzen diesen Reflex sehr gezielt. Doch in Wirklichkeit sind diese Produkte überhaupt nicht billiger!

Mein Tipp:

Achten Sie genau auf den Preis – besser: Extra-Aufsteller einfach ignorieren.

8. Der Lichtfallen-Trick:

Er gehört längst zum Standard- Repertoire – schließlich muss ja die Optik stimmen. Warmes Licht und große Spiegel lassen Obst und Gemüse natürlich frisch, knackig und einfach einladend aussehen. Dank rötlichem Licht schimmert auch eher fades Fleisch schön rosig.

Mein Tipp:

Lassen Sie sich nicht blenden! Schauen Sie bei Obst und Gemüse lieber zweimal hin. Oft sehen die Bananen oder das „Frischfleisch“ bei anderer Beleuchtung einen Gang weiter viel blasser aus.

9. Der Duftfallen-Trick

Nicht nur Augen und Ohren werden stimuliert, auch die Nase kauft mit! Und dabei helfen die Supermärkte kräftig nach: So duftet es in der Backwarenabteilung angenehm nach Kuchen, während es an der Fischtheke frisch nach Zitrone riecht. Eine Forschungsarbeit zu diesem Thema ergab übrigens, dass angenehme Düfte den Umsatz um bis zu 6 Prozent ankurbeln können!

Mein Tipp:

Machen Sie sich immer bewusst, dass die Düfte künstlich sind und womöglich aus versteckten Aromasäulen kommen. Allein dieser Gedanke dürfte Ihren Appetit zügeln.

10. Der Gewinnspiel-Trick

Den nagelneuen Kleinwagen gewinnen, der direkt vor der Ladentür präsentiert wird? Wer will das nicht! Also flugs die Gewinnspielkarte ausgefüllt (kostet ja nichts!) – samt Namen, Anschrift und womöglich auch noch E-Mail-Adresse. Die logische Folge: Man wird Sie in Zukunft mit Werbung bombardieren.

Mein Tipp:

Nehmen Sie an Gewinnspielen nur dann teil, wenn Ihnen noch mehr Werbung im Briefkasten oder via E-Mail nichts ausmacht. 

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