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Ausgaben, die Ihre Steuerlast mindern

Steuererklärung

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Wenn Sie eine Steuererklärung abgeben müssen, heißt das

nicht unbedingt, dass Sie auch Steuern zu zahlen haben

An mehreren Beispielen habe ich bisher aufgezeigt, wie Ihr Finanzamt feststellt, ob Sie als Alleinlebender oder als Ehepaar zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind. Vielleicht haben Sie dabei auch bemerkt, dass das Steuerlatein eigentlich gar nicht so schwer zu verstehen ist. Maßgebend bei der Berechnung sind einerseits die Art Ihrer Einkünfte (z.B. Rente, Zinsen, Mieteinnahmen) und deren steuerliche Bewertung, andererseits die erwähnten Freibeträge wie Werbungskostenpauschale, Altersentlastungsbetrag und Grundfreibetrag. Erst wenn Ihre Einnahmen abzüglich dieser anrechenbaren Freibeträge oberhalb des Grundfreibetrags (7.664 € für Alleinstehende, 15.329 € für Ehepaare) liegen, sind Sie verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben (so genannte „Pflichtabgabe“). Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass Sie einige Wochen später vom Finanzamt tatsächlich eine Aufforderung zur Steuernachzahlung erhalten. Viele Ruheständler müssen eine Einkommensteuererklärung abgeben, ohne dass sie vom Fiskus zur Kasse gebeten werden.

Fakt ist: Otto Normalrentner bleibt zurzeit bis zu Einkünften von ca. 18.000 bis 19.000 € pro Jahr von der Steuer verschont, Ehepaare sogar bis zum doppelten Betrag. Woran liegt das? Als Ruheständler haben Sie weiterhin bestimmte Ausgaben, die z.B. zur Absicherung der üblichen Lebensrisiken erforderlich sind, die der Erhaltung Ihrer Gesundheit dienen oder zu denen Sie von Staats wegen bzw. aus sozialen Gründen verpflichtet sind. Das sind z.B. Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, Versicherungsprämien, Kosten für Krankheit und Pflege, Kirchensteuern und Unterhaltszahlungen. Darüber hinaus aber auch Kosten z.B. für eine Haushaltshilfe oder Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen. Diese Ausgaben summieren sich nicht selten auf einen ansehnlichen Betrag, der Ihnen zur persönlichen Lebenshaltung nicht mehr zur Verfügung steht. Melden Sie diese Kosten dem Finanzamt, und senken Sie damit Ihre Steuerlast, denn der Fiskus erkennt Ihre Ausgaben steuermindernd an. Damit dies mit System erfolgen kann, gibt es die Vordrucke zur Einkommensteuererklärung mit ihren unterschiedlichen Formularen. Darin tragen Sie alle im Kalenderjahr angefallenen Ausgaben ein.

Beispiel:

Angenommen, Sie sind vor 2005 in den Ruhestand gegangen und beziehen seitdem eine Bruttorente von 1.480 € monatlich.

Der Fiskus rechnet nun: 1.480 € x 12 =17.760 € gesetzliche Jahresrente, davon 50 % steuerpflichtig = 8.880 €, abzüglich Werbungskostenpauschale (102 €) = 8.778 € steuerpflichtige Einkünfte.

Da die Summe Ihrer Einkünfte über dem Grundfreibetrag liegt, müssen Sie in diesem Fall eine Einkommensteuererklärung abgeben. Darin geben Sie aber folgende Beträge an. die Sie in die Kranken- und Pflegeversicherung einbezahlt haben, nämlich

Krankenversicherung (z.B. 6,7 % von 17.760 €) = 1.190 €, E Sonderbeitrag zur Krankenversicherung (derzeit 0,9 % von 17.760 €) = 160 €, E Pflegeversicherung (derzeit 1,7 % von 17.760 €) = 302 € insgesamt also 1.652 €. Diesen Betrag zieht das Finanzamt von Ihren steuerpflichtigen Einkünften ab: 8.778 € – 1.652 € = 7.126 €. Da dieser Betrag unterhalb des Grundfreibetrags liegt, werden Sie vom Finanzamt nicht zur Kasse gebeten.

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