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Wie Sie in Hotels nur 40% des regulären Preises zahlen!

So verhandeln Sie souverän, ohne als Geizkragen dazustehen

Spartipps für's Hotel

Waren Sie auch schon mal mit einer Reisegruppe im Hotel und haben auf dem Preisaushang in der Kleiderschranktür gelesen, was Ihr Zimmer für „normale“ Reisende wirklich kostet?

Da kann einem glatt vor Schreck der Kleiderbügel aus der Hand fallen. Wie kommen solche Preise zu Stande? Werden die wirklich gezahlt? Und wieso zahlen Sie als Mitglied einer Reisegruppe so wenig? Es wäre doch toll, wenn Sie diesen günstigen Übernachtungspreis auch als Einzelreisender oder als Paar heraushandeln könnten. Aber wie? BENEFIT hat sich im Übernachtungsgewerbe für Sie umgesehen, mit Vielreisenden, Schnäppchenjägern und Hoteliers gesprochen und nennt Ihnen hier die neun besten Tipps, wie Sie Hotelzimmer weit unter dem regulären Preis bekommen, ohne dabei auf den gewohnten Komfort zu verzicht

1. Fragen Sie nach einem Senioren-Rabatt

Viele Hotelketten bieten ihre Zimmer auf Nachfrage zu einem ermäßigten Preis an. Einzige Voraussetzung: Sie müssen mindestens 55 bzw. 60 Jahre sein. Bei Paaren genügt es oft, wenn einer der beiden dieses Alter erreicht hat. Die Mercure-Hotels beispielsweise bieten ihren 55plus- Tarif deutschlandweit in 100, europaweit in 360 Häusern an. Das Doppelzimmer gibt es dann zum Preis eines Einzelzimmers, z.B. im Sylter Hof in Berlin für 102 anstatt für 134 €. Als zusätzliches Bonbon bekommt die zweite Person das Frühstück sogar kostenlos! Spezielle Hotel-Tarife für Senioren bietet auch Dertour an.

So kosten 3 Übernachtungen für 2 Personen in Pousada Dona Maria, einem prachtvollen Rokoko-Palast vor den Toren Lissabons, statt 588 lediglich 500 €, eine Ersparnis von 15 %. Kontakt: www.dertour.de, Tel. 01805-337666.

Besondere Senioren-Angebote offerieren die 50plus Hotels Deutschland (http://www.50plushotels.de, Tel. 089-62286618), ein deutschlandweiter Verbund von ca. 100 Hotels mit spezieller Ausrichtung auf die Bedürfnisse von Senioren (Transfer, Berücksichtigung besonderer Ernährungswünsche, seniorengerechte Einrichtung).

Beispiel: Post-Hotel*** Partenkirchen, DZ ab 69 €, Tel. 08821-93630. Ähnliches gibt’s beim Nachbarn in den 50plus-Hotels Österreichs. 38 Hotels mit speziellem Senioren- Programm (http://www.50plushotels.at , Tel. 0043-2735-55350). Beispiel: Landhotel Rupertus, Leogang, Übernachtung 55 € pro Person im Sommer, im Winter 72 €.

2. Nutzen Sie Sparangebote

Ein Gast, der nur eine Nacht bleibt, bedeutet für ein Hotel verhältnismäßig großen Aufwand. Daher bieten viele Hotels bei längerem Aufenthalt Sparpreise an. Dann können Sie z.B. 7 Tage bleiben und nur 5 Tage bezahlen oder 11 Tage für den Preis von 7 Tagen bleiben, eine Ersparnis von 36 %. Weitere attraktive Sparangebote können Sie nutzen, wenn Sie sich antizyklisch verhalten, also z.B. außerhalb der Saison reisen oder sich statt am Wochenende unter der Woche einquartieren. Antizyklisch kann aber auch bedeuten: Typische Business- Hotels in den Innenstädten haben an den Wochenenden meist große Kontingente frei. Auch hier können Sie sparen. Je nach Hotel sind Nachlässe von 25 bis 50 % drin.

3. Fragen Sie nach sinnvollen Extras

Hotels präsentieren Ihnen oft eine lange Liste mit Extra-Leistungen, um ihr Angebot aufzuwerten. Das kann ein ermäßigter Eintritt ins Museum für indische Kunst sein oder ein Gutschein für die Sommerrodelbahn. Was aber, wenn Sie an indischer Kunst kein Interesse haben und Ihnen beim Rodeln immer mulmig wird? Deshalb: Lassen Sie sich nicht von den vielen Extra-Leistungen blenden. Die meisten brauchen Sie gar nicht oder können Sie aus Zeitgründen nicht nutzen. Fragen Sie daher nach Zusatzleistungen, die wirklich sinnvoll sind und die Sie auch in Anspruch nehmen werden. Das können Transferleistungen (Abholen am Bahnhof bzw. Flughafen mit dem Hotelbus) oder Gepäcktransport (z.B. bei den 50plus-Hotels) sein. Wenn Sie gehbehindert sind oder ärztliche Betreuung benötigen, finden Sie im BENEFIT-Spezialreport „Clever Reisen“ eine große Zahl spezialisierter Anbieter (erschienen im Januar 2007).

Checkliste: So prüfen Sie Hotelgutschein-Angebote

  • Steht eine bekannte Hotelkette oder ein renommiertes First-Class-Hotel, das auch selbst als Verkäufer auftritt, dahinter?
  • Was ist genau im Preis enthalten: Art des Zimmers, Ausstattung, Frühstück, Parkplatz, Wellness- und Fitness-Bereich, Internet, Bademantel? Was muss extra bezahlt werden?
  • Sind Sie zur Inanspruchnahme weiterer Leistungen verpflichtet (z.B. Mittag- oder Abendessen im Hotel-Restaurant). Wenn ja, zu welchen Preisen?
  • Gelten die Gutscheine nur an „ausgewählten“ Tagen oder Wochenenden? Wenn ja, was kostet das Umbuchen auf Ihr Wunsch-Wochenende?
  • Liegt das Hotel für Ihre Zwecke günstig?
  • Wie hoch ist der Aufpreis, wenn Sie auf ein komfortableres Zimmer/Arrangement umbuchen wollen?

4. Fragen Sie stets nach der Minimum-Rate

Auf die Frage „Was kostet bei Ihnen ein Zimmer?“ wird Ihnen mit großer Wahrscheinlichkeit niemals der günstigste Preis genannt werden. Fragen Sie deshalb ohne Umschweife direkt nach der Minimum-Rate bzw. der gleichbedeutenden Company- Rate. Manche Hotels bieten zur besseren Auslastung zeitweise auch so genannte Promotion-Rates an. 20 % und mehr auf den regulären Preis sind für Sie drin. Feilschen Sie nicht mit dem Personal an der Rezeption, sondern mit dem Verkaufsleiter bzw. Hotelmanager. Er hat mehr Verhandlungsspielraum. Wenn sich die Verhandlungen als zäh erweisen: Fragen Sie nach anderen Rabattierungsmöglichkeiten, z.B. für den Parkplatz in der Tiefgarage, fürs Telefon oder die Internet-Nutzung, für den Sauna-Gang etc.

5. Checken Sie nach 18 Uhr ein

Zahlreiche Hotels geben ihre Betten nach 18 Uhr preiswerter ab, da danach kaum noch Gäste eintreffen. Wenn Sie sich mal etwas gönnen wollen: Fragen Sie nach einem Luxuszimmer zum Preis eines normalen.

6. „Ausgebucht!“

Diese Auskunft stimmt in großen Häusern oft nicht. Wenn Sie dringend ein Zimmer benötigen, lassen Sie durchblicken, dass Sie auch mit einem Zimmer zufrieden wären, das zurzeit nicht vergeben werden kann, weil z.B. die Dusche nicht funktioniert oder das Telefon defekt ist. Fragen Sie nach einem deutlich niedrigeren Preis – dieses Zimmer würde ansonsten leer stehen!

7. Für Internet-Nutzer: Hotelsuche per Mausklick

Ein großes Sparpotenzial können Sie sich erschließen, wenn Sie Ihr Hotel im Internet suchen.

Nutzen Sie dazu die empfehlenswerten und kostenlosen Hotelportale:

Diese lassen sich von den angeschlossenen Hotels täglich die freien Zimmer und deren Preise übermitteln. Sie geben auf der entsprechenden Homepage einfach den Ankunftund Abreisetag ein und bekommen alle Hotels mit freien Kapazitäten genannt. Es handelt sich hierbei nicht um sporadische „Last-Minute-Angebote“, sondern diese Discount-Raten werden dauerhaft angeboten. Da die Portale nämlich einen wesentlichen Teil des Zimmervermittlungsgeschäfts abdecken, können sie Vorzugskonditionen mit den Hotels aushandeln. Die Zimmerpreise sind meistens deutlich günstiger (15 bis 35 %) als der reguläre Preis. Meistens, denn es gibt immer mal wieder Ausnahmen von dieser Regel. Auch gibt es kein Hotelportal, dass immer den günstigsten Preis anbietet. Sie müssen sich also durch die Angebote durchklicken. Doch die Mühe lohnt sich. Nach Erhebungen von BENEFIT können Sie auf diese Weise zwischen 18 und 37 % einsparen! Wenn Sie ganz sichergehen wollen, rufen Sie zusätzlich auch im Hotel bzw. in einem Reisebüro an und erfragen dort den aktuellen Preis.

8. Für Schnellentschlossene: Last-Minute-Hotels

Auf der Internetseite www.ratestogo.de finden Sie stets aktuelle Last-Minute-Hotelangebote. Sie können diese bis zu maximal 20 Tage im Voraus buchen. Gegenüber den regulären Preisen sparen Sie bei den Top-Angeboten in deutschen Großstädten und Ferienregionen durchschnittlich 15 bis 35 %, in der Spitze sogar bis zu 63 % gegenüber dem Normalpreis. Buchungen sind nur über das Internet möglich (www.ratestogo.de, Tel. 069-69 517 09 193).

9. Hotelgutscheine aus dem Internet

In den Versteigerungsportalen des Internets (z.B. www.ebay.de) finden Sie eine große Auswahl an Hotelgutscheinen, die z.T. für die Hälfte oder noch weniger des regulären Preises den Besitzer wechseln. Das erscheint auf den ersten Blick attraktiv und verlockt zum schnellen Zuschlagen. Besser fahren Sie jedoch, wenn Sie genauer hinschauen und den Angeboten auf den Zahn fühlen. Dabei hilft Ihnen die Checkliste oben.

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