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Ihr Haus als Altersversorgung

Was eine Umkehrhypothek als Altersversorgung leistet

Ein Haus als Geldanlage und Altersversorgung

Solides Vermögen, schmales Konto – so ergeht es Vielen im Ruhestand, die jahrzehntelang jeden freien Cent in die eigenen vier Wände als Geldanlage gesteckt haben und im Alter mit einer bescheidenen Rente auskommen müssen. Aber deswegen die Immobilie für die Altersversorgung verkaufen?

Das kommt für die meisten gar nicht infrage. Aber vielleicht wäre ja eine Umkehrhypothek ein geeigneter Weg aus der Finanzklemme für die Altersversorgung? Das Prinzip: Senioren mit abbezahlter oder nur noch gering belasteter Immobilie nehmen eine Hypothek auf ihre Immobilie auf, die entweder als einmalige Summe oder als monatliche Rente ausgezahlt wird. Im Gegensatz zum klassischen Darlehen bleibt der Kredit aber so lange tilgungsfrei, bis der Eigentümer der Immobilie verstirbt oder auszieht (z.B. in ein Altenheim) – dann wird die Kreditschuld aus dem Immobilienerlös beglichen. Bis dahin hat der Kreditnehmer ein garantiertes Wohnrecht. In den USA sind die so genannten "Reverse Mortgages", zu Deutsch "Umkehrkredite", längst populär. "Eat your brick" nennen die Amerikaner dieses Modell: Mach deine Ziegelsteine zu Barem, damit du dir im Ruhestand etwas leisten kannst.

Je älter Sie sind, desto mehr bekommen Sie als Altersversorgung im Ruhestand

Erster bundesweiter Anbieter einer Umkehrhypothek ist seit Anfang März der Münchner Finanzdienstleister "ImmoKasse GmbH" (www.immokasse.de; Tel. 0800-6566670), ein Kooperationspartner der DKB Bank. Bislang erhalten Sie dort nur eine Einmalzahlung („ImmoRentenPlus“) für Ihre Immobilie. Für die Zukunft plant das Unternehmen aber auch eine monatliche Auszahlungsvariante für die Immobilie als Altersversorgung. Voraussetzung für ein Angebot der Umkehrhypothek: Die jüngste in Ihrem Haushalt lebende Person muss mindestens 65 Jahre alt sein und Ihre (weitgehend lastfreie) Immobilie wenigstens 100.000 Euro abwerfen. Mit großen Beträgen können Sie jedoch nicht rechnen. Der maximale Beleihungswert schwankt bei „ImmoRentenPlus“ je nach Alter des Antragstellers für die Umkehrhypothek zwischen 15 und 35 Prozent. Ein 65-jähriger würde für ein 200.000-Euro-Haus höchstens 30.000 Euro, ein 75-jähriger maximal knapp 57.000 Euro von der ImmoKasse als Altersversorgung ausgezahlt bekommen.

Günstig ist diese Art der Finanzierung im Ruhestand ebenfalls nicht: Zwar verspricht die ImmoKasse einen garantierten und festen Zinssatz von 6,9 Prozent über die gesamte Laufzeit ohne Zinseszinsberechnung – doch für den Zahlungsaufschub muss noch einmal drauf bezahlt werden: 500 Euro Stundungsgebühr werden pro 15.000 Euro Darlehenssumme jährlich fällig. Innerhalb von zehn Jahren verdoppelt sich so die Kreditschuld, was einem Effektivzins von immerhin 7,5 Prozent entspricht. Wenn Sie länger aufschieben, kostet es noch mehr: Ab dem 11. Stundungsjahr klettert die Gebühr auf 750 Euro und ab dem 21. Jahr auf 900 Euro. Zum Vergleich: Bei Top-Anbietern sind die klassischen Hypothekenkonditionen weit attraktiver. Beispiel LVM-Baufinanzierung (www.lvm.de): Der Versicherer verlangt für ein Darlehen über 30.000 Euro (Zinsbindung: 10 Jahre) derzeit lediglich 4,13 Prozent an Zinsen (effektiv).

Mehr Infos zur Umkehrhypothek als Altersversorgung im Ruhestand finden Sie in der aktuellen Ausgabe von BENEFIT.

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