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Hüten Sie sich vor diesen Stolperfallen der Reisebüros

Augen auf beim Reisekauf

Augen auf beim Reisekauf

Trotz Internet-Reiseportalen und Last-Minute-Angeboten im Flughafen: Vieles spricht für die persönliche Beratung im Reisebüro. Doch auch dort ist Vorsicht geboten.

Die meisten Internet-Seiten sind kompliziert aufgebaut, enthalten zu wenige Detail-Informationen oder erschweren einen Preisvergleich. Ganz zu schweigen von der Zeit, die man mit der Suche und dem Eintippen verbringt. Daher bleibt oft ein unsicheres Gefühl zurück, wenn man die Buchung per Mausklick abgeschickt hat. Auch im Flughafen ist Informationssicherheit Mangelware. Auf den marktschreierisch aufgemachten Plakaten steht meist nur „4 Sterne, Tunesien, 380 €“. Welches Hotel gemeint ist, wo genau es liegt, welche Leistungen inbegriffen sind etc., muss man jedes Mal mühsam erfragen. In puncto Beratung ist das Reisebüro daher nach wie vor unschlagbar. Doch auch da gibt es für den Kunden eine Menge zu beachten, damit der Urlaub kein Reinfall wird. BENEFIT hat die wichtigsten Stolperfallen für Sie in einer Checkliste zusammengestellt.

Augen auf beim Reisekauf!

Setzt das Reisebüro sich für Ihre Wünsche ein?

Einer Bekannten von mir, die Mitte November einen Skiurlaub zum Jahreswechsel buchen wollte, wurde nach kurzer Suche von der Reisebüroangestellten erklärt, im gewünschten Skigebiet seien bereits alle Zimmer belegt. Große Anstrengungen, nach Alternativvorschlägen zu suchen, machte sie nicht – sie erweckte eher den Eindruck, dass das Ganze ihr lästig sei. Wenn Sie auf ähnlich „motiviertes“ Personal treffen, sollten Sie auf dem Absatz kehrt machen und einen weiteren Versuch bei der Konkurrenz starten.

Sind Ihre mündlich

vorgetragenen Wünsche zugesagt und schriftlich dokumentiert? Lassen Sie sich von Ihnen geäußerte und bestätigte Sonderwünsche (z.B. Meerblick, ruhige Lage, ebenerdig) sowie andere Erklärungen und Zusicherungen des Reisebüros schriftlich geben. Sind Sie erst mal vor Ort angelangt, kennt das Hotelpersonal die getroffenen Absprachen im Regelfall nicht – es sei denn, sie sind auf Ihrem Reiseanmeldungsformular schwarz auf weiß festgehalten.

Haben Sie die Zusatzkosten hinterfragt?

Ein günstiger Reisepreis kann auch dadurch zu Stande kommen, dass Sie vor Ort für jede Extra-Leistung zur Kasse gebeten werden. Die Aufpreisliste kann ganz schön lang und teuer werden: Flughafengebühren, Treibstoffzuschläge, Reisesicherungsschein, Klimaanlage im Hotel, TV-Gerät, Handtücher, Strandliegen, Kurtaxe, Tischgetränke etc.

Stimmt die Buchungsbestätigung mit dem Reiseanmeldungsformular überein?

Die Buchungsbestätigung bekommen Sie nicht vom Reisebüro, sondern vom veranstaltenden Touristikunternehmen zugeschickt. Vergleichen Sie die Einträge Punkt für Punkt und prüfen Sie sie auf eventuelle Übertragungsfehler. Achten Sie auch auf die exakte Schreibweise der Flughäfen und Zielorte.

Hält sich Ihr Reisebüro an die Preisabsprachen?

Sie haben extra früh gebucht, um in den Genuss des Rabatts zu kommen, doch dann teilt Ihnen das Reisebüro mit, dass die Reise 100 Euro teurer wird als vereinbart. In diesem Fall gilt: Erhöhen sich beispielsweise die Kerosinpreise oder die Flughafengebühren, können die Veranstalter die Preiserhöhungen an den Kunden weitergeben. Allerdings muss dieser Passus in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen stehen und somit Bestandteil des Reisevertrags sein, was meistens der Fall ist. Außerdem gilt: Diese Regelung gilt nur für Verteuerungen, auf die der Veranstalter keinen Einfluss hat. Erhöhungen sind nicht zulässig, wenn zwischen Buchung und Reiseantritt weniger als zwei Monate liegen, bzw. innerhalb von 20 Tagen vor Reisebeginn. Zudem können Sie die Reise kostenlos stornieren lassen, wenn sich der Reisepreis um 10 Prozent und mehr erhöht.

Ist eine Anzahlung Pflicht?

Bei Reisen ist eine Anzahlung zwischen 10 und 20 Prozent üblich. Der Restbetrag darf dann frühestens zwei Wochen vor Reisebeginn eingefordert werden. Aufpassen: Bei manchen Frühbucheraktionen wird die gesamte Summe bei Abschluss fällig! Das ist zulässig, allerdings geht Ihnen dadurch ein Stück des Preisvorteils wieder verloren. Bei Buchungen innerhalb von sieben Tagen vor Reiseantritt ist ebenfalls der Gesamtbetrag fällig.

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