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Feinstaub: Weshalb er so gefährlich ist und wie Sie sich davor schützen

Was Sie beachten sollten

Volle Autobahn

© Jürgen Fälchle - fotolia

Unsere Atemwege filtern die meisten Luftschweb- und -schadstoffe recht zuverlässig aus. In der Nase und in den Bronchien werden sie aufgefangen und unschädlich gemacht. Unterschreiten die Staubpartikel jedoch eine Größe von 10 Mikrometern, können sie tief in die Lunge und die Lungenbläschen eindringen. Man bezeichnet diese Partikelgröße als Feinstaub. BENEFIT hat für Sie recherchiert, für wen Feinstaub besonders gefährlich ist und wie Sie dieser Gefahr möglichst aus dem Wege gehen.

Feinstaub entsteht vor allem bei Verbrennungsprozessen, etwa in der Industrie und im Straßenverkehr. Eine aktuelle Studie der Universität Washington an 65.000 gesunden Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren zeigt drastisch, welche Folgen diese Luftverschmutzung haben kann. Demnach nehmen die Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 76 Prozent zu, wenn die Feinstaubkonzentration in der Luft um 10 Mikrogramm pro Kubikmeter ansteigt! Dabei lag die durchschnittliche Belastung der Teilnehmerinnen noch deutlich unter dem in den USA geltenden Grenzwert von 15 Mikrogramm pro Kubikmeter für Partikel unter 2,5 Mikrometer. In Europa gilt zurzeit ein Grenzwert für Partikel bis 10 Mikrometer Größe und 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Dieser Wert darf an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden.

Wie Sie sich vor Feinstaub schützen können

Leider gibt es kein Patentrezept, um sich vor Feinstaub zu schützen. Dennoch können Sie mit ein paar einfachen Maßnahmen dafür sorgen, dass sich Ihre persönliche Feinstaubbelastung in Grenzen hält:

1. Rauchen Sie nicht

Tabakrauch enthält Feinstaub (und toxische Stoffe) in extrem hohen Konzentrationen.

2. Vermeiden Sie Passivrauchen

Vermeiden Sie z.B. als Nichtraucher den Aufenthalt in Räumen und Verkehrsmitteln, in denen rauchende Mitmenschen sitzen. Nach einer Studie der Harvard School of Public Health kann z.B. durch das Rauchen im Auto die Feinstaubkonzentration auf über 500 Mikrogramm pro Kubikmeter ansteigen, also auf mehr als das Zehnfache des derzeit gültigen EU-Grenzwerts. In einigen USBundesstaaten ist deshalb auch das Rauchen bei Autofahrten mit kleinen Kindern gesetzlich untersagt.

3. Vermeiden Sie Innenstädte

In Innenstädten sowie in Kesselund Tallagen ist die Feinstaubbelastung durch den geringeren Luftaustausch besonders hoch. Wenn Sie Ihren Wohn- und Aufenthaltsort frei bestimmen können: Ziehen Sie aufs Land. Über die tagesaktuelle Feinstaubbelastung in Deutschland informiert Sie die Internetseite des Umweltbundesamts: www.env-it.de/ luftdaten/map.fwd?comp=PM1 Eine Auflistung der Städte und Regionen mit Überschreitungen des Grenzwerts finden Sie unter: www.env-it.de/luftdaten/trsyear.fwd ?comp=PM1

4. Überanstrengen Sie sich nicht

Bei austauscharmen Wetterlagen (speziell bei stabilen Schönwetterperioden mit großer Trockenheit im Frühjahr und Sommer) sollten Sie sich im Freien keinen körperlichen Anstrengungen (z.B. durch Joggen oder Radfahren) aussetzen, denn dadurch vertieft sich Ihre Atmung, und Schadstoffe gelangen vermehrt in Ihre Lunge.

5. Vermeiden Sie Feinstäube in Ihrer Wohnung

Staubminderung in der Wohnung können Sie am besten durch Maß- nahmen an den Entstehungsquellen erreichen. Dazu gehören beispielsweise Kochen unter dem Dunstabzug, Staubsaugen mit entsprechenden Mikrofiltern, regelmäßiges feuchtes Wischen von Böden und Mobiliar, Rauchverbot innerhalb der Wohnung sowie angemessene Hygiene bei der Haltung und im Umgang mit Ihren Haustieren.

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