Sie sind hier: Startseite » Besser leben » Reisen » Bestattungen: Was erlaubt ist, und was es kostet

Bestattungen: Was erlaubt ist, und was es kostet

Zahlreiche Formen

Mann bei einer Bestattung

© kzenon - 123rf.com

Die Asche im eigenen Garten ausstreuen lassen? Was bisher als undenkbar galt, ist in Bremen seit Anfang des Jahres tatsächlich erlaubt. Damit hat das kleinste Bundesland Deutschlands den größten Mut bewiesen und als erstes den traditionellen Friedhofszwang aufgehoben. Im Rest der Republik ist die Gartenbestattung weiterhin untersagt – dennoch kann man mittlerweile zwischen zahlreichen Formen der Beisetzung wählen und auch bei den Kosten kräftig sparen. BENEFIT hat für Sie die wichtigsten Informationen zusammengestellt:

Erdbestattung

der Klassiker Die Erdbestattung ist die traditionellste Bestattungsform. Dabei wird der Sarg nach der Trauerfeier im Erdreich versenkt. Die Gebühren variieren von Gemeinde zu Gemeinde. In Dresden werden für eine Ruhestätte im Einzelgrab durchschnittlich 1.500 Euro fällig (Kosten Beisetzung/Grabnutzung: 20 Jahre). In Bochum hingegen muss man für die gleiche Grabart (Grabnutzung: 25 Jahre) 4.495 Euro hinblättern – also fast das Dreifache! Deutlich günstiger als Einzelgrä- ber sind Urnengräber (Bochum: 2.795 Euro; Dresden: 1.343 Euro). Auf einigen Friedhöfen gibt es auch anonyme Einzelgräber (ca. 1.000 Euro). Diese Beisetzungsart wird jedoch vergleichsweise selten gewünscht.

Urnenbestattung

die Nummer 1 Häufigster Anblick auf deutschen Friedhöfen ist das klassische Wahlurnengrab, das mit einem Grabstein, Gedenkstein oder einer Grabplatte versehen ist. Die Verbraucherinitiative Aeternitas führt eine bundesweite Gebührendatenbank: Demnach liegen die Kosten für ein Urnenwahlgrab auf einem öffentlichen Friedhof (inklusive Grabnutzungs- und Bestattungsgebühren) bei durchschnittlich 1.300 Euro. Für die günstigeren Urnenreihengräber fallen im Schnitt 970 Euro an.

Anonym, aber mit Stil

Immer mehr Menschen verzichten sogar komplett auf einen Grabstein und lassen sich anonym bestatten. Die anonyme Bestattung ist zwar die günstigste, aber auch unpersönlichste Art der Beisetzung. In der Regel ist es Angehörigen nicht gestattet, bei der Beisetzung anwesend zu sein. Zudem gibt es keine ausgewiesene Grabstelle, die von Trauernden be

sucht werden kann. Im Bundesschnitt stehen nach einer anonymen Bestattung für 

Grabnutzung und Bestattung rund 890 Euro auf der Rechnung. Aber auch hier gilt: Regional können die Kosten stark abweichen!

Tipp: Wenn Sie bereits eine klare Vorstellung vom Begräbnis haben, können Sie sich den finanziellen Aufwand vom kostenlosen OnlineRechner auf www.aeternitas.de durchrechnen lassen. Abrufbar sind zudem die Friedhofsgebühren von über 800 Städten. Auch auf anderen Portalen, wie www.bestattungen.de oder www.bestattungsvergleich.de können Sie Bestattungspreise regionaler Bestattungsunternehmen vergleichen.

Seebestattung

Für eine einfache, stille Seebestattung verlangen Reedereien laut www.bestattungen.de etwa 750 Euro. Die begleitete Seebestattung mit bis zu zwölf Trauergästen an Bord, kostet etwa 600 bis 800 Euro extra. Hinzu kommen die Ausgaben für Kremation, Sarg, Urne, Trauerfeier, Trauerrede, Musikbegleitung, Floristik, Trauerkaffee, Trauerkarten und Traueranzeigen.

Tipp: Um den Wunsch nach einer Seebestattung zweifelsfrei zu belegen, sollten Sie zu Lebzeiten eine wasserdichte Bestattungsverfügung erstellen. Diese Erklärung sollte von mindestens einer anderen Person bestätigt werden. Praktisch: Auf der Internetseite www. ratgeber-verbraucherzentrale.de/ checkliste-bestattung können Sie sich einen detaillierten Vordruck herunterladen.

Baumbestattung

(Friedwald) Diese noch relativ neue Art der Bestattung wird immer beliebter. Statt auf einem Friedhofsgrab wird die Urne zwischen Baumwurzeln beigesetzt. Mittlerweile gibt es bundesweit über 50 „Friedwälder“. Sämtliche Standorte finden Sie unter www.friedwald.de. Inzwischen bieten auch viele Gemeinden Waldbestattungen an. Auch hier sind die Gebühren regional stark unterschiedlich. Kostenbeispiele: Hamburg: 2.215 Euro, München: 1.533 Euro, Dresden: 970 Euro. Dafür müssen Sie keinerlei Grabpflege leisten oder bezahlen – denn dies übernimmt die Natur.

Diamantenbestattung

Dabei wird ein Teil der Asche in einem Veredlungsprozess zu einem synthetischen Diamanten verpresst. Die restliche Asche wird wie üblich beigesetzt. In der Schweiz sitzt der bekannteste Anbieter für die Pressung der Diamanten, die Firma „Algordanza“. Das Unternehmen kooperiert bereits mit vielen Bestattungsinstituten in Deutschland. Üblicherweise beginnen die Preise bei 4.000 Euro für einen Erinnerungsdiamanten. Hinzu kommen die Kosten für die Trauerfeier sowie die Bestattung der übrigen Asche.

Flussbestattung

als Alternative Seit einiger Zeit sind auch Flussbestattungen auf Binnengewässern wie Seen und Flüssen in Holland möglich. Auf dem Portal www.fluss bestattungen.de finden Sie Unternehmen, die sich auf diese Variante spezialisiert haben.

Kostenlose Insider-Tipps per E-Mail

Bleiben Sie mit meinem kostenlosen E-Mail-Newsletter "Dr. Kowertz vertraulich" ab sofort auf dem Laufenden und schützen Sie Ihr Geld, Ihre Gesundheit und Ihre Freiheit vor fatalen Folgen!

Datenschutz