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Alterserscheinungen: Was ist normal, was nicht?

Gesundheitsprobleme

Glückliches Paar

© 123rf.com

Normales Altern fordert seinen Tribut: Die Gelenke und Bänder sind nicht mehr so geschmeidig wie in jungen Jahren, und der Kreislauf macht hin und wieder deutlich auf sich aufmerksam. Das Alter kann so manches Zipperlein mit sich bringen.

Gesundheitsprobleme, die oft dem Alter zugeschrieben werden, müssen Sie nicht als unvermeidlich hinnehmen

Doch welche Befindlichkeitsstörungen sind normal also dem Altern zuzuschreiben, und welche bedürfen dringend einer genaueren ärztlichen Untersuchung? Welche Beschwerden und Probleme können Sie selbst wieder in den Griff bekommen, um die Lebensqualität zu erhalten bzw. zu verbessern? Fragen, die uns Dr. Robert Butler, Alternsforscher, Herausgeber und Autor vieler Bücher zu diesem Thema, beantwortet.

Müdigkeit

Müdigkeit ist eine typische Alterserscheinung, doch die Ursache lässt sich oft ganz einfach beheben. Etwa 30 Prozent der über 60-Jährigen haben eine altersbedingt verringerte Magensäurekonzentration. Dadurch kann das Vitamin B12 nicht mehr in genügender Menge aus der Nahrung resorbiert werden. Müdigkeit ist also in diesen Fällen einfach durch eine Supplementation von Vitamin B12 zu beheben. Ein ausgeprägter Vitamin B12-Mangel kann im Einzelfall sogar die Ursache einer Unterproduktion von roten Blutkörperchen sein, was wiederum zu neurologischen Störungen und schlimmstenfalls zu einer Perniziösen Anämie führen kann

Was Sie tun können: Wenn Sie sich ständig müde und schwach fühlen, bitten Sie Ihren Arzt, Sie auf Vitamin B12-Mangel bzw. Perniziöse Anämie zu untersuchen (Blut- bzw. Urintest). Eine unbehandelte Perniziöse Anämie kann tödlich ausgehen.

Gebrechlichkeit

Mit dem Alter nimmt die Muskelmasse ab, das Treppensteigen und das Gehen fallen schwerer, und man gerät schneller außer Atem. Wer „wackelig auf den Beinen“ ist, läuft Gefahr, böse zu stürzen, was bei Senioren über 65 nicht

 selten fatale Folgen hat.

Was Sie tun können: Wie es um die Stärke Ihrer Beinmuskulatur bestellt ist, zeigt ein einfacher Test: Setzen Sie sich auf einen Stuhl und verschränken Sie die Arme vor der Brust. Stehen Sie nun fünfmal hintereinander, so schnell es geht, auf und nieder und messen Sie die Zeit, die Sie dazu benötigen. Wenn Sie für die fünf Sit-ups 14 Sekunden oder länger gebraucht haben, ist Ihre Beinmuskulatur zu schwach, und Sie sind sturzgefährdet. Fragen Sie Ihren Arzt, zu welchen Übungen er Ihnen rät, um Ihre Beinmuskulatur zu stärken. Hilfreiche Anregungen dazu finden Sie auch in der BENEFIT-Ausgabe Aug

ust 2008 auf Seite 9: So bieten Sie dem altersbedingten Muskelschwund Paroli.

Schwerhörigkeit

Ein Drittel aller Erwachsenen über 65 leidet unter Altersschwerhörigkeit. Wenn Sie Probleme haben, Ihr Gegenüber zu verstehen oder einem Gespräch zu folgen, sollten Sie einen Ohrenarzt aufsuchen. Denn Schwerhörigkeit macht auf Dauer einsam und mindert die Lebensqualität in hohem Maße. Dennoch entscheidet sich nur einer von fünf Erwachsenen mit Hörproblemen zum Tragen eines Hörgeräts.

Was Sie tun können: Entscheiden Sie sich für eine Hörhilfe. Klobige und pfeifende Hörgeräte gehören zum Glück der Vergangenheit an. Die heutigen Geräte sind nahezu unsichtbar und liefern eine sehr gute Tonqualität.

Bluthochdruck

Weil sich mit den Jahren die Arterien verhärten, erhöht sich der Blutdruck im Alter geringfügig. Dennoch sollten Sie einen Blutdruck oberhalb 120/80 mm Hg auch als Senior nicht als „normal“ abtun, sondern etwas dagegen unternehmen.

Was Sie tun können: Bewegen Sie sich regelmäßig, drei- bis viermal pro Woche, indem Sie z.B. einen 30- minütigen, flotten Spaziergang unternehmen, Rad fahren, joggen oder schwimmen. Reduzieren Sie Ihren Salzverzehr und ersetzen Sie verarbeitete Lebensmittel durch Vollkornprodukte

Gedächtnisverlust

Wie Sie Ihr Gehirn erfolgreich fit halten, können Sie auch im BENEFIT-Spezialreport „Fit im Kopf“ (Oktober 2006) nachlesen.

Schlafprobleme

Ältere Menschen haben einen veränderten Schlaf-Wach-Rhythmus und schlafen daher oft schlechter als in jungen Jahren. Wenn Sie jedoch regelmäßig weniger als sieben Stunden pro Nacht schlafen, sollten Sie etwas gegen Ihre Schlafstörungen unternehmen

Was Sie tun können: Sorgen Sie für eine schlafgerechte Umgebung. Ein Fernsehgerät hat im Schlafzimmer nichts zu suchen, ebenso sind Temperaturen über 18 Grad der nächtlichen Erholung eher abträglich. Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft, vermeiden Sie Stress-Situationen bzw. erlernen Sie Methoden, mit deren Hilfe Sie den Stress beherrschen, z.B. Autogenes Training oder Tai Chi. Wenn Sie schnarchen, tagsüber übermüdet sind oder morgens unter Kopfschmerzen leiden, könnten Sie unter Apnoe leiden. Hierbei setzt Ihre Atmung während des Schlafs ohne dass Sie es bemerken, sekunden- bis minutenlang aus, was zu einer gefährlichen Unterversorgung Ihres Gehirns mit Sauerstoff führen kann. Bitten Sie bei Apnoe-Verdacht Ihren Arzt um eine entsprechende Diagnose (z.B. in einem Schlaflabor).

 

 

 

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