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Wie die Rosskastanie Ihnen bei Gefäßkrankheiten hilft

Natürliche Heilkräfte für Ihr Wohlbefinden

Die bis zu 20 Meter hoch und bis zu 300 Jahre alt werdende Rosskastanie erfreut uns nicht nur durch ihren Blütenstand, ihre Blätter und ihre glänzenden Samen, sie ist auch als Heilpflanze fester Bestandteil der Naturapotheke.

Ihre Früchte, Blüten, Blätter und Rinde werden seit ca. 110 Jahren arzneilich verwendet. 2008 wurde die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Rosskastanie zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Kein Wunder, denn ihre Hauptwirkung entfaltet sie vor allem bei Gefäßkrankheiten, und die sind durch unsere bewegungsarme Lebensweise stetig auf dem Vormarsch. BENEFIT nennt Anwendungen, Wirkungsweisen und Bezugsmöglichkeiten.

Der wirksame Inhaltsstoff der Kastanie, das so genannte Aescin, kommt in allen Pflanzenteilen vor. Es wirkt bei Venenleiden abdichtend und stabilisierend und vermindert so Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme). Darüber hinaus lindert der Wirkstoff gleichzeitig solche Beschwerden, die durch Venenschwäche begünstigt bzw. hervorgerufen werden, nämlich Schwellungen, Krämpfe (z.B. in den Waden) Juckreiz und Schmerzen. Rund 6 Millionen Deutsche leiden unter diesen Symptomen.

Die Rosskastanie beugt zudem Hämorrhoiden und offenen Geschwüren vor, wirkt leicht krampflösend und entzündungshemmend. Bekannt ist auch ihre Wirkung gegen Husten. Sogar die Folgen von Erfrierungen wurden früher mit einem äußerlich angewendeten Absud aus 2 EL Rinde und einem Viertelliter kochendem Wasser gelindert.

Spezielle Anwendungsmöglichkeiten der Rosskastanie

  • Ein bewährtes Hausmittel gegen Husten ist Rosskastanienblättertee. Dazu übergießen Sie einen gehäuften Teelöffel getrockneter und zerstoßener Blätter mit 250 ml kochendem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen und nach Geschmack mit Honig süßen.
  • In der Homöopathie setzt man Aesculus hippocastanum ein, das aus frischen, geschälten Früchten gewonnen wird. Bei trockenen Katarrhen des Nasen- und Rachenraums sowie bei Hämorrhoiden und Unterschenkelgeschwüren werden die Potenzen D1 bis D3 angewendet, von denen man 2- bis 3 Mal täglich 5 Tropfen bzw.  5 Globuli nimmt.
  • Ein Tee aus Kastanienblüten (30 Gramm mit einem Liter siedendem Wasser übergießen, zweimal täglich eine Tasse schlückchenweise trinken) soll vorbeugend gegen Venenentzündungen wirken.
  • Rosskastanien-Extrakt ist ein altbekanntes Mittel zur Stärkung des Herzens. Die geschälte und zerstoßene Rosskastanie wird im Verhältnis 1:10 mit 70-prozentigem Alkohol (Apotheke) angesetzt und 10 Tage an einem hellen und und sonnigen Platz stehen gelassen. Dann durch ein Mulltuch abseihen. Bei Bedarf ein- bis dreimal täglich 20 bis 30 Tropfen einnehmen.
  • Als Tinktur eignet sie sich zur äußerlichen Anwendung für Kompressen, als Badezusatz für ein Teilbad, verdünnt zur Waschung oder zur Herstellung einer Creme. Die Tinktur stellen Sie folgendermaßen her: Ein Schraubdeckelglas  zur Hälfte mit geschälten und zerstückelten Kastanien füllen, mit Doppelkorn oder Weingeist auffüllen. 4 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen, abgießen und die Tinktur in eine dunkle Flasche füllen. Kühl und dunkel gelagert ist sie bis zu einem Jahr haltbar.

So helfen Ihnen die Rosskastanien-Präparate aus Apotheke und Reformhaus

In Apotheken und Drogerien finden Sie heute eine Vielzahl von Rosskastanienpräparaten, z.B. als Retard-Tabletten (Handelsnamen z.B. Aescorin je 100 Stück ca. 30 €; Essaven ca. 40 €; Venentabs ca. 15 € oder Venostasin ca. 55 €.). Retard bedeutet, dass die Wirkstoffe in diesen Tabletten nach der Einnahme langsam und über einen längeren Zeitraum freigesetzt werden. Sie helfen wie die Venen-Dragees (z.B. Zirkulin, 60 Dragees ca. 5,70 € oder Solaguttae, 60 Dragees ca. 6,40 €) und die Venen-Kapseln (z.B. Vita, 100 Stck. ca. 7 €) in erster Linie gegen die eingangs beschriebenen Venen- und Gefäßprobleme.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Präparate zur äußeren Anwendung, z.B. als Beinlotion (z.B. efasit, 100 ml ca. 10 €), Aktiv-Gel (z.B. Regivital, 150 ml ca. 6 €) oder Vital-Balsam gegen müde Beine (z.B. Abtei, 125 ml-Tube ca. 4 €).

Nebenwirkungen sind äußerst selten und können sich in Juckreiz, Übelkeit oder Magenbeschwerden äußern. Bei Nierenschädigung oder Niereninsuffizienz sollten Sie Rosskastanien-Präparate allerdings nicht anwenden.

 

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